Badminton: „All England“
Vier Wochen Pause für Linda Efler

Lüdinghausen -

Am Mittwoch (17. März) beginnen die „All England Open Badminton Championships“, der älteste und prestigeträchtigste Wettbewerb in dieser Sportart überhaupt. Eine Spielerin des Bundesligisten Union Lüdinghausen fehlt in Birmingham. Aus Gründen.

Sonntag, 14.03.2021, 18:16 Uhr aktualisiert: 14.03.2021, 18:20 Uhr
Fehlt verletzungsbedingt in Birmingham: die Lüdinghauserin Linda Efler (l.).
Fehlt verletzungsbedingt in Birmingham: die Lüdinghauserin Linda Efler (l.). Foto: flo

Wer wissen will, welche Bedeutung die „All England Open Badminton Championships“ für die Profis haben, der muss sich nur die Jubelfotos aus dem Vorjahr anschauen. Die Seuche wütete bereits auf dem halben Kontinent, trotzdem feierten ein paar tausend Fans den völlig überwältigten Viktor Axelsen . Dieser Erfolg, im Mutterland der Sportart, beim ältesten und prestigeträchtigsten Wettbewerb überhaupt: Der bedeutete dem Dänen mehr als der WM-Titel zwei Jahre zuvor.

Linda Efler ( Union Lüdinghausen ) war ebenfalls vor Ort. Nicht ganz so erfolgreich wie Axelsen, okay. Aus in Runde eins an der Seite von Isabel Herttrich. Aber auch für die gebürtige Emsdettenerin gibt es „kaum etwas Größeres als die ,All England‘“. Man kann sich denken, dass der Doppel-Spezialistin die Entscheidung, 2021 auf die Teilnahme zu verzichten, nicht leichtgefallen ist. Aber: „Es hätte keinen Sinn gemacht.“

Schon bei den Swiss Open in der vorvergangenen Woche hätten ihr die Schmerzen in der Achillessehne arg zugesetzt. „Einen dritten Durchgang hätte ich jedenfalls nicht durchgehalten“, so die 26-Jährige nach der Zweisatzniederlage im Achtelfinale gegen Chow Mei Kuan/Lee Meng Yean (Malaysia). In Birmingham hätten Efler/Herttrich es in Runde eins mit den top-gesetzten Japanerinnen Yuki Fukushima und Sayaka Hirota zu tun bekommen – eine schier unlösbare Aufgabe, selbst wenn die Unionistin im Vollbesitz ihrer Kräfte wäre. In den kommenden vier Wochen sind daher Schonung und eine Eigenbluttherapie angesagt. Efler hofft, „dass ich rechtzeitig zur EM Ende April in der Ukraine wieder fit bin.“

Richten sollen es somit aus Lüdinghauser Sicht ab Mittwoch Yvonne Li und zwei „All England“-Debütanten. Li trifft in Runde eins auf Kirsty Gilmour. Anfang November schlug die Schottin die deutsche Nummer eins im Finale der SaarLorLux-Open. In der Weltrangliste hat die zuletzt formstarke Li (Nr. 25) ihre Gegnerin (Nr. 28) in der Zwischenzeit überflügelt. Im Herren-Doppel müssen sich Unionist Ties van der Lecq und Ruben Jille zunächst mit der thailändischen Paarung Nipitphon Phuangphuapet/Tanupat Viriyangkura auseinandersetzen. Ciara Torrance, 08-Kollegin des Niederländers, und ihre schottische Landsfrau Julie MacPherson messen sich zum Auftakt mit Emilie Lefel/Anne Tran (Frankreich).

Drei Fragen an . . .

Für Yvonne Li ist es die zweite Teilnahme an dem mit 1,1 Millionen US-Dollar dotierten Event nach 2017.Was bedeuten Ihnen die „All England“?Li: Es ist das wichtigste Einzel-Turnier weltweit. Schon als Kind habe ich die Matches im Fernsehen verfolgt. Schade, dass wir vor leeren Rängen spielen.Gibt es für Sie als Deutsche irgendwelche Ein- oder Ausreisebeschränkunken?Li: Zum Glück haben wir eine Sondergenehmigung für den Hinflug. Und von England aus geht es direkt weiter zu den Orléans Masters in Frankreich.In Birmingham könnten Sie im Achtelfinale zum vierten Mal binnen weniger Wochen auf die Dänin Mia Blichfeldt treffen.Li: Dazu muss ich aber erstmal Kirsty Gilmour schlagen – was schwer genug werden dürfte. (flo)

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