Badminton: Mannschafts-DM
Traumziel Bergisches Land – Final-Four-Ausrichter gefunden

Lüdinghausen/Wipperfürth -

Ausrichter des Finalturniers um die Mannschafts-DM ist in diesem Jahr der 1. BC Wipperfeld. Eine gute Lösung, meint Michael Schnaase, Chef des SC Union Lüdinghausen, der liebend gern Mitte Juni dabei wäre. An anderer Stelle gibt es noch Redebedarf.

Dienstag, 13.04.2021, 17:36 Uhr aktualisiert: 13.04.2021, 17:44 Uhr
Will mit Union Lüdinghausen zum zweiten Mal nach 2019 ins Final Four: Yvonne Li.
Will mit Union Lüdinghausen zum zweiten Mal nach 2019 ins Final Four: Yvonne Li. Foto: flo

Am Wochenende waren noch drei mögliche Final-Four-Ausrichter im Rennen, jetzt steht fest: Das Endturnier um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton steigt am dritten Juniwochenende (19./20.) in Wipperfürth.

Die gemeinsame Entscheidung von Verband (DBV) und Liga (DBLV) gegen Cloppenburg sowie Saarbrücken und für die Oberbergischen war wohl auch eine der Vernunft: Vieles spricht dafür, dass sich mit Gastgeber 1. BC Wipperfeld, dem TV Refrath und, hoffentlich, Union Lüdinghausen gleich drei NRW-Vertreter fürs Final Four qualifizieren. „Man muss in diesen Zeiten ja nicht quer durch die Repu­blik reisen“, findet BCW-Boss Andreas Lamsfuß. Nicht nur würden die internationalen Stars des Teams wie Felix Burestedt (Schweden) oder Kristin Kuuba (Estland) nach dem Qualifikationsturnier sieben Tage zuvor an gleicher Stelle vor Ort in einer Blase verbleiben. Auch für die übrigen Final-Four-Teilnehmer gelte das Angebot, so Lamsfuß: „Wir haben hier schöne Hotels und eine prima Gastronomie. Sollten wir, wovon ich ausgehe, die Halle sieben Tage für uns haben, wäre zudem das Training sichergestellt.“

08-Chef: Wipperfürth ideal

Ehe sich Michael Schnaase , Teammanager des SC Union Lüdinghausen, mit derlei Gedanken befasst, „müssen wir uns ja erstmal für Wipperfürth qualifizieren“. Die Nullachter bekommen es, beim Parallelturnier in Saarbrücken, mit Serien-Champion Bischmisheim, Wittorf und Schorndorf zu tun. Sollte Lüdinghausen indes diese Hürde am 12./13. Juni meistern und eines von zwei Halbfinaltickets ergattern, „wäre Wipperfürth für uns aus finanzieller Sicht natürlich die Ideallösung“. Bis ins Bergische Land ist es mit dem Auto gerade mal eine gute Stunde, die Beherbergungskosten entfielen also (anders als in Saarbrücken).

Über eine Sache müssen Lamsfuß und Schnaase aber noch mal reden: Wie berichtet, wollen die Oberbergischen auch das Final Four 2022 – dann in der Gummersbacher Schwalbe-Arena – ausrichten. Der Termin, heißt es, sei bereits geblockt. Ein bisschen früh, meint der 08-Chef: „Auch wir ziehen eine Ausrichtung im nächsten Jahr in unserer neuen Leistungssporthalle in Betracht. Man kann eine solche Veranstaltung ja schlecht vergeben, ohne etwaige Mitbewerber zu fragen.“

EM: Li und Efler gesetzt

Die EM-Auslosung – Termin hätte der gestrige Dienstag sein sollen – ist um sieben Tage verschoben worden. Grund hierfür sei, dass Badminton Europe auf mögliche kurzfristige Absagen reagieren könne und es somit keine größeren Lücken im Starterfeld gebe, wie ein Sprecher des Kontinentalverbandes gegenüber unserer Zeitung erklärt. Fest steht indes, dass zwei Spielerinnen des Bundesligisten Union Lüdinghausen bei der Individual-Europameisterschaft am Monatsende in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gesetzt sind: Yvonne Li wird im Einzel an Position vier geführt, sie träfe im Ringen um die Medaillen also erst im Halbfinale auf Top-Favoritin Carola Marín (Spanien). Linda Efler, die bei der EM ihr Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause geben will, und Isabel Herttrich (Bischmisheim) sind im Damen-Doppel die Nummer acht der Setzliste. (flo)

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