Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld
Echt gut in Schuss – Finn Arns ligaweit top

Seppenrade -

Neun Mal hatte Finn Arns für Fortuna Seppenrade getroffen, ehe die Saison 2020/21 erst unter- und dann abgebrochen wurde. Sein Coach, Mahmoud Abdul-Latif, nennt den 22-Jährigen einen „kompletten Stürmer“. Nur eine Sache könne Arns noch verbessern.

Samstag, 01.05.2021, 05:38 Uhr aktualisiert: 01.05.2021, 05:40 Uhr
Nimmt es notfalls mit gleich drei Gegenspielern auf: Fortuna-Bomber Finn Arns (l.).
Nimmt es notfalls mit gleich drei Gegenspielern auf: Fortuna-Bomber Finn Arns (l.). Foto: Leon Sicking

Tja. Das wird leider teuer für Finn Arns . Zwar wurde die Saison 2020/21 inzwischen annulliert. Aber da der 22-jährige Angreifer aus Seppenrade zum Zeitpunkt des Abbruchs die Torschützenliste in der Kreisliga A 2 gemeinsam mit Julius Fliß (Turo Darfeld/je neun Treffer) angeführt hatte, müsse er „selbstverständlich einen ausgeben“, findet Fortuna-Coach Mahmoud Abdul-Latif . „Wo ich ihm eh schon eine Kiste schulde“, stöhnt Arns – weil er bei der teaminternen Lauf-Challenge im Vergleich mit dem Trainer den Kürzeren zog.

Auf der anderen Seite täte er derzeit nichts lieber, als sich mit Abdul-Latif und den Kumpels zu verabreden. Auf ein Bier, das auch. Vor allem aber „hätte ich riesig Bock, mal wieder gegen den Ball zu treten. Joggen allein ist mir auf Dauer echt zu monoton.“

Er war ja auch wirklich gut in Schuss im Herbst, und das darf man in dem Fall wörtlich nehmen. Neun Buden in nur sieben Begegnungen: Arns war auf dem besten Weg, seinen Hausrekord – 23 Tore in der Aufstiegssaison 2017/18 – zu brechen. Abdul-Latif bezeichnet Arns als „kompletten Stürmer“. Okay, fast komplett: An seiner Ausdauer dürfe der junge Mann gern noch arbeiten, frotzelt der Coach der Schwarz-Gelben.

Kein Alleinunterhalter

Aber ansonsten gebe es wenig auszusetzen an seinem treffsichersten Spieler: „Finn ist, auch wenn man es ihm nicht ansieht, viel robuster geworden. Außerdem strotzt er nur so vor Selbstvertrauen, wenn er im Strafraum an die Kugel kommt.“

Dennoch sei Arns kein Alleinunterhalter im Rosendorf. Ex-Profi Tammo Harder, Bastian Blechinger, „aber auch unsere Außenbahnspieler wie Michael Thiering oder Marcel Hülk füttern ihn vorbildlich mit Bällen“, betont Abdul-Latif.

Arns pflichtet ihm bei. Wobei er überrascht sei, „wie schnell und gut das Zusammenspiel mit Tammo funktioniert hat, der war ja erst seit ein paar Wochen zurück in Seppenrade“. Und „mit Basti verstehe ich mich ohnehin blind“. Zur Erinnerung: Arns (in seinem ersten Seniorenjahr), Blechinger, Michel Lüling – das war jenes magische Dreieck, das in der Meistersaison an über 100 Treffern beteiligt war.

Ob sich so was – Offensivspektakel und Aufstieg – 2021/22 wiederholen lasse? „Ich bin eigentlich eher ein Freund des Understatements. Sollen sich doch andere Mannschaften aus dem Fenster lehnen.“ Immerhin räumt Arns ein, „dass unsere Elf Potenzial hat“.

Fast sein ganzes Fußballerleben hat der Fortuna-Bomber im Rosendorf verbracht – außer einem Jahr in der Jugend von Borussia Dortmund und zwei Spielzeiten bei, nun ja, Union Lüdinghausen. „Aber muss man das überhaupt schreiben?“, fragt Arns. Nicht, dass ihn das am Ende noch eine dritte Kiste Bier kostet.

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