Neue Sportplatzanlage am Witthagen
Investorin plant Multifunktionshalle und Fußballfelder

Ochtrup -

Den Plan, am Witthagen eine neue Sportplatzanlage zu errichten ist nicht neu. Schon seit einigen Jahren spukt diese Idee durch die Töpferstadt. Mit Unterstützung der Könige und Grafen Immobilien und Bauträger GmbH und Co. KG kann das Projekt nun Realität werden. In welchem Umfang entscheiden allerdings die Ochtruper Sportvereine.

Montag, 26.02.2018, 15:02 Uhr

Die Idee spukt schon seit einer ganzen Weile durch Och­trup. Mittlerweile ist aus ihr ein konkretes Projekt geworden: Die Könige und Grafen Immobilien und Bauträger GmbH & Co. KG plant auf einem gut 86 000 Quadratmeter großen Gelände am Witthagen eine umfangreiche Sportplatzanlage für Ochtruper Vereine.

„Ich bin Ochtruper und möchte mit diesem Bauprojekt etwas für Ochtrup machen“, begründet Geschäftsführer Markus Tombült das Engagement an dieser Stelle. Die Idee: Perspektiven für die Sportvereine schaffen. „Viele Sportplätze in Ochtrup haben Restaurationsbedarf“, weiß Peter Oeinck. Der Vorsitzende des 1. FC Arminia Ochtrup kennt zudem das Problem, dass sich viele junge Spieler oftmals lieber Vereinen in der Umgebung anschließen, weil die Trainingsbedingungen dort besser sind. Somit fehlt der Nachwuchs – eine Sorge, die alle Sportvereine in Ochtrup teilen.

Deswegen: „Es wird neue Strukturen geben“, da ist sich Markus Bender vom FC Lau-Brechte sicher. Schon seit vielen Jahren gibt es in der Töpferstadt Bestrebungen der Sportvereine, sich zu einem großen Verein zusammenzuschließen. Das Sozialgefüge spiele dabei eine große Rolle, sagt Bender. Und wer Vereinsmitglieder gewinnen möchte, braucht vernünftige Sportstätten.

„Der Bedarf ist da“, weiß Bender. Zwar sei alles noch nicht bis in Detail ausgearbeitet, aber einen ersten groben Entwurf der neuen Anlage gibt es bereits. Die Investorin plant auf dem ehemaligen Gelände der Firma Kruse erst einmal zwei Großfelder, ein Spielfeld für den mittleren Nachwuchsbereich sowie vier kleinere Trainingsplätze für die jüngsten Kicker. Außerdem soll es einen großzügigen Spielplatz geben, und es besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, das Gelände um weitere Fußballfelder zu erweitern. Das Unternehmen „Könige und Grafen“ arbeitet dabei schon jetzt eng mit den Sportvereinen zusammen. Sie alle haben die Vision 2030. Dann könnte alles fertig sein. „Bis dahin können noch viele weitere Bausteine hinzukommen“, lädt Tombült die Ochtruper ein, ihre Ideen und Anregungen einzubringen. So könne er sich einen Walking-Rundkurs vorstellen oder Flächen fürs Bogenschießen. Auch Behinderten-Sport soll auf dem Gelände barrierefrei möglich werden.

Ein weiterer Baustein ist die alte Industriehalle auf dem Gelände. Mit ihren Maßen (50x100 Meter) ist sie wie ein Fußballfeld geschnitten und soll multifunktionell eingerichtet werden. Im Obergeschoss ist eine Zweifach-Turnhalle geplant sowie acht Soccer-Courts (Mini-Spielfelder), die sich gegebenenfalls in ein großes Spielfeld verwandeln lassen. Zudem soll es eine Vereinsgastronomie inklusive Bowling-Bahn geben. Schließlich müsse sich das Ganze auch für den Betreiber rechnen. Bedacht haben die Planer auch, dass viele Kinder nicht nur von ihren Eltern, sondern auch von Geschwisterkindern zum Training oder zum Turnier begleitet werden. Diese könnten sich künftig auf einer Event-Trampolinfläche austoben.

Im Erdgeschoss sollen die Umkleiden ihren Platz finden. Zudem sind Konferenz- und Besprechungsräume geplant. Außerdem möglich: ein Fitnessbereich und Platz für andere Sportarten wie zum Beispiel Tanzen. Möglichkeiten gibt es en masse.

Jetzt liegt es an den Vereinen. Die Vorsitzenden des FC Lau-Brechte, des FC SW Weiner und des 1. FC Arminia Ochtrup hat die Investorin bereits überzeugt. „Es ist eine in die Zukunft hinein geplante Investition“, wirbt Oeinck für das Projekt. Realisiert werden soll es übrigens so schnell wie möglich. Und das auch, wenn nicht alle drei Vereine einer Fusion zustimmen – dann in kleinerem Rahmen.  

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