Die mögliche Fusion der Ochtruper Fußballvereine
Entscheidende Phase beginnt

Ochtrup -

Die Pläne für den Bau einer neuen Sportanlage am Witthagen sind vorgestellt. Das Bauprojekt ist vor allem für die Ochtruper Fußballvereine von Interesse. Gerade jetzt, wo es in Sachen „Fusion“ in die entscheidende Phase geht.

Montag, 26.02.2018, 15:02 Uhr

Freuen sich über die Pläne eines Investors, am Witthagen eine neue Sportplatzanlage zu bauen: (v.r.) Markus Bender (FC Lau-Brechte), Peter Oeinck (1. FC Arminia Ochtrup), Tobias Bußmann (FC SW Weiner) und Bürgermeister Kai Hutzenlaub.
Freuen sich über die Pläne eines Investors, am Witthagen eine neue Sportplatzanlage zu bauen: (v.r.) Markus Bender (FC Lau-Brechte), Peter Oeinck (1. FC Arminia Ochtrup), Tobias Bußmann (FC SW Weiner) und Bürgermeister Kai Hutzenlaub. Foto: Anne Spill

Jetzt liegen alle Karten auf dem Tisch. Am Witthagen sollen eine Multifunktionshalle und mehrere Fußballfelder entstehen. „Nun gilt es, dieses Konzept auch mit Leben zu füllen“, betonen der Geschäftsführer der Könige und Grafen Immobilien und Bauträger GmbH & Co. KG, Markus Tombült , sowie die Vereinsvertreter Markus Bender (FC Lau-Brechte) und Peter Oeinck (1. FC Arminia Och­trup).

Lange wurde hinter vorgehaltener Hand über das Bauvorhaben und über die Zusammenführung der ­Fußballvereine diskutiert. „Dabei“, so Bender, „sind eine ganze Menge Missverständnisse entstanden.“ „Und die wollen wir aus der Welt schaffen“, bekräftigt Tombült.

Dass die Pläne jetzt öffentlich gemacht wurden, hat einen Grund. „Schließlich befinden wir uns in einer entscheidenden Phase, was eine mögliche Fusion betrifft“, verweist Oeinck auf die Generalversammlungen des FC Lau-Brechte und des FC Schwarz-Weiß Weiner am 9. März (Freitag).

Beim FCL hatte eine Mitgliederbefragung ergeben, dass eine Gesamtfusion nicht gewollt ist, aber eine zukunftsorientierte Abspaltung der Jugendabteilung denkbar sei. Über die wird in der Versammlung entschieden. Spricht sich eine Mehrheit dafür aus, spielen die Kinder und Jugendlichen bis zum Saisonende bei der JSG Weiner/Lau-Brechte, melden sich bis dahin beim FC Lau-Brechte ab und beim neuen Verein an, der dann die Änderungen im Spielerpass beantragt. „Um den Zusammenschluss mit dem 1. FC Arminia und den Neubeginn auch nach außen zu dokumentieren, liegt auch eine neue Namensgebung im Bereich des Möglichen. Vorschläge zu Namen und Logo sind gerne gesehen“, erklärt Bender, der seinen Posten als Vorsitzender des FCL niederlegt und sich im neuen Verein einbringen möchte. Angedacht ist, dass dort auch andere Sportarten eine Heimat finden. Dabei soll sich jedoch keine Sportart angliedern, die sich in Ochtrup bereits in einem bestehenden Verein organisiert hat.

Tombült, Bender und Oeinck verfolgen die Zusammenlegung zweier oder mehrerer Fußballvereine mit großen Erwartungen und haben dafür Konzepte entwickelt. Die sehen unter anderem vor, Breiten- aber auch Leistungssport anzubieten. Der Fokus liegt auf der Nachwuchsarbeit. „Wir wollen Ochtrup wieder attraktiv machen, talentierte Spieler zu einer Rückkehr bewegen und die vorhandene Qualität halten. Und das nicht mit Geld, sondern mit Argumenten wie ausgebildeten Jugendtrainern oder einer tollen Infrastruktur“, erklärt das Trio.

Schließen sich die FCL-Jugendlichen dem neuen Verein an, bedeutete dies das Ende der Spielgemeinschaft mit den Schwarz-Weißen. Dessen ist sich Weiner-Vorsitzender Tobias Bußmann bewusst. „Darüber haben wir im Vorstand diskutiert und mögliche Zukunftspläne erarbeitet“, so Bußmann. Die sollen den Mitgliedern auf der Generalversammlung am 9. März genauso vorgestellt werden wie die Entwürfe von Architekt Dieter Denne für das neue Sportzentrum am Witthagen.

Zwei Wochen haben die Weiner-Mitglieder Zeit, sich Gedanken zu machen. Am 23. März (Freitag) müssen sie sich auf einer außerordentlichen Versammlung positionieren. „Wir fragen, wer sich unter den neuen Voraussetzungen eine Zusammenfügung vorstellen kann. Sprechen sich 75 Prozent oder mehr dafür aus, werten wir das als Bevollmächtigung, uns weiter mit den anderen Vereine an einen Tisch zu setzen. Ansonsten lassen wir die Geschichte sein“, erklärt Bußmann die Vorgehensweise.

Bender, Oeinck und Tombült favorisieren die Bündelung möglichst vieler Kräfte unter einem Dach. Manpower, Erfahrung, Spieler und Plätze könne es nicht genug geben, um den neuen Fußballverein der Töpferstadt gut aufzustellen.

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