Fußball: Kreisliga Steinfurt
SpVgg Langenhorst/Welbergen bekommt Kunstrasenplatz

Ochtrup -

Die SpVgg Langenhorst/Welbergen ist ein aufstrebender Verein, der kurz vor der 1000-Mitglieder-Grenze steht. Dem wird jetzt Rechnung getragen: 2019 bekommt der Club einen Kunstrasenplatz. Direkt nach Beendigung der laufenden Saison sollen die Baumaßnahmen beginnen.

Donnerstag, 06.12.2018, 10:08 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 14:50 Uhr
Die Jugendtrainer und Betreuer der SpVgg Langenhorst/Welbergen verzichten auf eine Bezuschussung ihrer Weihnachtsfeier. Das Geld wird stattdessen für den Bau des Kunstrasenplatzes verwendet.
Die Jugendtrainer und Betreuer der SpVgg Langenhorst/Welbergen verzichten auf eine Bezuschussung ihrer Weihnachtsfeier. Das Geld wird stattdessen für den Bau des Kunstrasenplatzes verwendet. Foto: SpVgg

Die SpVgg Langenhorst/Welbergen bekommt einen Kunstrasenplatz. Mit den Arbeiten soll direkt nach dem Ende der laufenden Saison begonnen werden. Das erklärte jetzt Jugendobmann Botho Preuß, der zusammen mit Hubert Steinlage, Ralph Möller und Michael Thedieck federführend bei der Umsetzung des Projektes ist.

Der Kunstrasen soll auf der Fläche des bisherigen Nebenfeldes, also direkt neben der Sporthalle, entstehen. Das Kostenvolumen beläuft sich auf 565 000 Euro, wobei die Spielvereinigung jeweils 30 000 Euro an Barmitteln und an Eigenleistung zur Verfügung stellt. Zudem nimmt der Verein ein Darlehen von 145 000 Euro auf. Der Rest kommt aus Geldern der Öffentlichen Hand. Bauherr ist die Stadt Ochtrup, deren Eigentum das Vechtestadion ist.

Seit der Generalversammlung Anfang März 2017 widmen sich Preuß und seine Mitstreiter dem Thema „Kunstrasenplatz“. Das gewann bei den Schwarz-Gelben immer mehr an Bedeutung, da der Verein stetig größer wird und mittlerweile kurz davor ist, die Schallmauer von 1000 Mitgliedern zu durchbrechen. „Wir brauchen gerade im Winter Trainingsmöglichkeiten, denn unsere Halle ist einfach zu klein“, verweist Preuß auf die begrenzten Alternativen bei „Schlechtwetter“.

Der Kunstrasenplatz wird allen sportlichen und ökologischen Anforderungen entsprechen. Die zuletzt entbrannten Diskussionen um die Umweltverträglichkeit des Gummigranulats, das als Stützmasse für die künstlichen Halme dient, sind auch Preuß bekannt. Der Jugendwart gibt in diesem Fall Entwarnung: „Aus dem Granulat, das bei uns zur Anwendung kommen soll, können sogar Babyschnuller hergestellt werden.“

Die Langenhorster werden sich in Eigenregie um alle Vorarbeiten wie zum Beispiel das Abtragen der Aschebahn und später um anfallende Aufgaben wie das Aufstellen der Ballfangzäune kümmern. Alles, was direkt mit dem Kunstrasen in Verbindung steht, macht eine Fachfirma.

Die Verantwortlichen der SpVgg haben Pläne in der Schublade, wie das Darlehen bestmöglich zurückgezahlt werden kann. Ein mögliches Benefizspiel wäre eine Option. 2014 und 2016 waren die Traditionsteams von Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 zu Besuch.

Preuß deutet an, dass ein Teil über eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge erzielt werden könnte. „Bei den aktuellen Beiträgen bewegen wir uns im Vergleich zu anderen Vereinen im Kreis im unteren Bereich. Gut möglich, dass wir an dieser Schraube ein bisschen drehen.“

Einen ersten Beitrag haben die Jugendtrainer gespendet. Sie verzichten auf die Bezuschussung seitens des Vereins für ihre Weihnachtsfeier. Die dafür eingeplanten 1200 Euro kommen nun in das Budget für den Bau des Kunstrasenplatzes.

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