Tischtennis: Senioren-EM in Budapest
Langers starten in Budapest zu ihrer Gold-Mission

Metelen -

Horst und Jürgen Langer haben mit dem TTV Metelen deutsche Tischtennis-Geschichte geschrieben. Aber auch im Seniorenbereich sind die beiden Brüder in der Weltspitze zu Hause. Bei der am Montag beginnenden Europameisterschaft in Budapest peilt das Duo Gold an.

Mittwoch, 26.06.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 14:46 Uhr
Jürgen Langer spekuliert auf den Doppeltitel. Im Einzel will der für den TTV Metelen spielende Routinier in die Runde der letzten Acht einziehen.
Jürgen Langer spekuliert auf den Doppeltitel. Im Einzel will der für den TTV Metelen spielende Routinier in die Runde der letzten Acht einziehen. Foto: Thomas Strack

Am Montag beginnt für Jürgen Langer die „Mission Gold“. Zusammen mit seinem älteren Bruder Horst will der Tischtennis-Oldie vom TTV Metelen bei der Senioren-EM in Budapest den Doppeltitel holen.

Die beiden Langers treten in der Altersklasse 75+ an. Dort gehören sie zum engsten Favoritenkreis. Nicht zuletzt, weil sie im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas Bronze gewannen. „Da waren wir die beste europäische Paarung. Das lässt uns dem Turnier optimistisch entgegensehen“, so Langer.

Die Vorbereitung auf die kontinentalen Titelkämpfe in der ungarischen Hauptstadt lief beinahe optimal. Die beiden Senioren-Weltmeister von 2010 blieben von Verletzungen verschont und arbeiteten in mehreren gemeinsamen Einheiten am Feintuning. Das ist nicht immer einfach, da Jürgen Langer in Epe wohnt und Horst in Essen.

„Bei so einem Turnier muss einiges zusammenkommen, um ganz vorne zu landen“, weiß Jürgen Langer aus Erfahrung. Um die nötige Matchpraxis zu sammeln, startete der Metelener am Pfingstwochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Erfurt. Dort zog der Linkshänder in das Viertelfinale ein, in dem er Dietmar Graul mit 13:15 im Entscheidungssatz unterlag. „Da fehlte mir ein wenig das Glück, und das braucht man einfach bei einem großen Wettbewerb“, sagt Langer.

Dass mit Siegfried Lemke/Uwe Wienprecht die amtierenden Titelverteidiger nicht antreten, spielt den Langers in die Karten. „Wienprecht ist verletzt, aber Lemke hat sich mit Dimitrije Bilic einen neuen starken Spieler an seine Seite geholt“, berichtet Langer. „Aber wir sind gut vorbereitet und spekulieren auf den Titel“.

Jürgen Langer hat sich im Einzel in der Altersklasse 75+ angemeldet. 168 Starter stehen an den Tischen, Langer peilt das Viertelfinale an. Horst Langer (80+) hat noch mehr vor. Der zweifache Weltmeister (2002, 2010) will seinen dritten Einzel-EM-Titel holen. Die ersten beiden gewann er 2005 in Bratislava und 2009 im kroatischen Porec.

Eröffnet wird das Turnier am Montag mit der Doppelkonkurrenz, am Dienstag schließen sich die Gruppenspiele im Einzel an. Nach dem spielfreien Mittwoch geht es in den Folgetagen in den K.o.-Runden ans Eingemachte. Am Samstag stehen die Finals auf dem Spielplan.

„Ich kenne Budapest noch nicht, aber das soll eine sehr schöne Stadt sein“, so Jürgen Langer. „Und da Ungarn seit jeher ein echtes Tischtennisland ist, dürfte die Stimmung in der Halle auch bestens sein.“

► Am Freitag berichtet die ARD in ihrer Sendung „Live nach Neun – Raus ins Leben“ über die EM-Vorbereitungen der Langers. Dazu hatte ein Fernsehteam die Brüder unlängst in Metelen besucht. Die Sendung beginnt um 9.05 Uhr.

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