Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Ein gutes bis sehr gutes Jahr für den FSV Ochtrup

Ochtrup -

Seit fast genau einem Jahr mischt der FSV Ochtrup auch sportlich mit. Nach diesen zwölf Monaten zieht Vorsitzender Peter Oeinck im Interview mit der Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten eine Bilanz. Im Hinblick auf die Zukunft sieht sich der jüngste Fußballverein aus der Töpferstadt sehr gut aufgestellt – auch in Bezug auf die Infrastruktur und den populären Volksbankcup.

Freitag, 28.06.2019, 14:36 Uhr
FSV-Vorsitzender Peter Oeinck ist begeistert davon, wie sich der neue Ochtruper Fußballverein entwickelt hat.
FSV-Vorsitzender Peter Oeinck ist begeistert davon, wie sich der neue Ochtruper Fußballverein entwickelt hat. Foto: Alex Piccin

Am 1. Juli 2018 hat der FSV Ochtrup das operative sportliche Geschäft aufgenommen. Fast genau ein Jahr später kann beim neuen Ochtruper Fußballverein eine erste Bilanz gezogen werden. Vorsitzender Peter Oeinck blickte im Gespräch mit WN-Sportredakteur Marc Brenzel auf die vergangenen zwölf Monate zurück.

Herr Oeinck, seit einem Jahr gehört der FSV auch sportlich zur Familie des Fußballkreises. Welches Fazit ziehen Sie?

Peter Oeinck: Das erste Jahr fällt gut bis sehr gut aus. Mein Dank an alle, die sich eingebracht haben und somit dafür gesorgt haben, dass alles so positiv gelaufen ist.

Woran machen Sie das fest?

Oeinck: Unter anderem an den Zahlen. Im Mai 2018 haben wir 30 Mannschaften für den Punktspielbetrieb der bevorstehenden Saison angemeldet. Das ist fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, als es noch die Fußballabteilung des SC Arminia Ochtrup gab. Unsere Devise ist es, jedem Kind, das bei uns Fußball spielen möchte, das auch zu ermöglichen.

Und das hat funktioniert?

Oeinck: Ja. Uns ist es gelungen, alle Mannschaften in den Spielfluss zu integrieren, sie mit neuen Trikots auszustatten sowie Trainer und Betreuer zu finden.

Wie viele Mitglieder zählt der FSV?

Oeinck: Rund 850. Das ist eine riesige Zahl. Einen Verein ist dieser Größenordnung zu steuern, das wuppt man nicht alleine. Das bedingt erhebliche Anforderungen.

Vor allem infrastrukturelle. Auf viele Fußballplätze kann der FSV nun mal nicht zurückgreifen. Wie wurde das, gerade im Herbst und Winter, gelöst?

Oeinck: Einige Teams mussten sich die Plätze teilen. Gerade im jüngeren Jugendbereich sind die Mannschaften da enger zusammengerückt. Wir sind dabei, die Bedingungen zu verbessern. Im Hinblick auf die neue Sportanlage am Witthagen können wahrscheinlich im zweiten Halbjahr Ergebnisse vorgestellt werden.

Apropos Ergebnisse: Wie bewerten Sie das sportliche Abschneiden?

Oeinck: Die ersten Mannschaften in jeder Altersklasse gehören zu den Topteams der Kreisligen. Und auch die zweiten und dritten Mannschaften haben einige gute Resultate erzielt. Zudem sind die D-Mädchen Kreispokalsieger geworden.

Der FSV bietet Frauenfußball an. Das fehlte zuletzt beim Vorgängerverein SC Arminia.

Oeinck: Ja, diese Kompetenz haben wir jetzt wiederbekommen. Auch dank der Hilfe der Trainer und Betreuer, die vom FC Lau-Brechte zu uns gewechselt sind.

Was ist von den Herren der Schöpfung zu erwarten?

Oeinck: Wir beabsichtigen, mit der ersten Mannschaft in die Bezirksliga aufzusteigen. Wenn nicht in der nächsten Saison, dann vielleicht in der übernächsten. Wir haben aktuell viele Talente in der A-Jugend, denen wir eine Perspektive bieten wollen. Mit Clemens Gude haben wir seit November einen Sportlichen Leiter, der viel Know-how mitbringt. Für die Zweite konnten wir mit Klaus Frank einen etablierten Trainer gewinnen, und eventuell melden wir für die Saison 2019/20 wieder eine Dritte an.

Wie sieht es mit der Organisation von sportlichen Großereignissen wie dem U-15-Turnier aus?

Oeinck: Der Volksbankcup findet im nächsten Jahr erstmals in der neuen Soccerhalle am Witthagen statt. Und das wie gewohnt mit namhaften Teams. Im Vergleich zum Vorjahr hat Borussia Dortmund seine Teilnahme zugesichert, vielleicht kommt auch Schalke. Wir denken darüber nach, das Turnier von Sonntag auf Samstag vorzuverlegen. Das wird von den Vereinen bevorzugt. Vielleicht gibt es auch einen neuen Modus.

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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