Tischtennis: Senioren-EM in Budapest
Langers sammeln in Budapest viel Edelmetall ein

Metelen -

Gold war das Ziel, Silber und Bronze sind es geworden. Die Langer-Brüder Jürgen und Horst können trotz des verpassten Doppeltitels mit ihrem Abschneiden bei der Tischtennis-Europameisterschaft der Senioren sehr zufrieden sein. Für Jürgen Langer war Platz drei im Einzel sogar der größte Individualerfolg in den Ü-Klassen. Nach Budapest wird nun Bordeaux das nächste Reiseziel.

Montag, 08.07.2019, 16:56 Uhr
Die intensive Vorbereitung auf die Europameisterschaften machte sich für Jürgen (l.) und Horst Langer bezahlt. Die Brüder gewannen im Einzel jeweils Bronze und im gemeinsamen Doppel Silber.
Die intensive Vorbereitung auf die Europameisterschaften machte sich für Jürgen (l.) und Horst Langer bezahlt. Die Brüder gewannen im Einzel jeweils Bronze und im gemeinsamen Doppel Silber. Foto: TTV

Mit der erhofften Goldmedaille ist es für Horst und Jürgen Langer nichts geworden. Dennoch kann sich die Ausbeute der beiden Brüder bei der Tischtennis-Europameisterschaft der Senioren sehen lassen: Jeweils Bronze im Einzel sowie Silber im gemeinsamen Doppel brachten die Langers von ihrer sportlichen Reise aus Budapest mit nach Hause.

In den Doppelwettbewerb der Altersklasse 75+ waren der für den TTV Metelen spielende Jürgen und sein für Mühlheim antretender Bruder Horst als einer der Titelfavoriten gegangen. Für die WM-Dritten aus dem Vorjahr lief es dann auch prächtig. Bis zum Halbfinale gaben die Deutschen Mannschaftsmeister von 1959 in sechs Spielen keinen einzigen Satz ab.

Und auch dort zeigten sie gegen Hermann Derler und Josef Merk ihr Können (3:1). „Es lief einfach, wir haben sehr souverän gespielt“, bilanzierte Jürgen Langer. Entsprechend zuversichtlich ging das Brüderpaar in das Finale gegen Wolfgang Schmidt/Prof. Dr. Bernd Witthaus, die zuvor das hoch gehandelte Duo Dimitrije Bilic/Siegfried Lemke ausgeschaltet hatten. „Schmidt/Witthaus liegen uns eigentlich besser“, sahen sich die Langers im Vorteil. Doch es kam anders . . .

Satz eins ging mit 9:11 verloren, im zweiten Durchgang führten die beiden TTV-Legenden mit 8:3. Doch den Satz brachten sie nicht nach Hause (9:11). „Das darf uns einfach nicht passieren“, ärgerte sich Jürgen Langer. Dadurch gepusht waren Schmidt/Witthaus nicht mehr zu stoppen und machten den Sack zu (11:6). „Wir wollten die Goldmedaille gewinnen, aber dazu hat es leider nicht ganz gereicht. Schade“, so der gemeinsame Kommentar.

Dafür lief es für Jürgen Langer in der Einzelkonkurrenz deutlich besser als erwartet. Drei ungefährdete Siege in den Gruppenspielen brachten den Metelener in die K.o.-Runde, in der er nacheinander einen Franzosen, einen Österreicher und einen Russen schlug. Nach seinem 3:1 im Viertelfinale gegen Diethard Zillich stand für den Linkshänder fest: Eine Medaille und der damit größte Individual-Erfolg im Seniorenbereich sind unter Dach und Fach.

Im Halbfinale gegen Günter Fraunheim zog Langer den Kürzeren (10:12, 8:11, 11:9, 9:11). „Das war ein Duell auf Augenhöhe, das auch ich hätte gewinnen können. Trotzdem bin mit meinem Abschneiden im Einzel super zufrieden. Mit Platz drei hatte ich nicht gerechnet“, so Langer.

Horst Langer spielte sich in der Altersklasse 80+ ebenfalls unter die letzten Vier. Dort musste er seinem Dauerrivalen Siegfried Lemke den Vortritt lassen,

Das gute Abschneiden in der ungarischen Hauptstadt nahmen die beiden Tischtennis-Veteranen aus Nordrhein-Westfalen zum Anlass, sich für die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr anzumelden. Austragungsort ist das französische Bordeaux.

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