Kommentar
Hosen voll, oder was?

Die Sportfreunde Gellendorf rechnen sich in der B-Liga-Staffel 2 mehr aus

Montag, 15.07.2019, 11:14 Uhr

Angsthasen oder Taktikfüchse – was sind sie denn, die Sportfreunde Gellendorf? Sie wechseln von der Staffel 1, ihrer eigentlichen sportlichen Heimat, in die Staffel 2, weil sie sich dort bessere Chancen ausrechnen, endlich wieder aufzusteigen. Die Leistungsdichte sei dort eben nicht so groß, argumentieren die Verantwortlichen. Eigentlich bedeutet das nichts anderes, dass die Großkaliber der Staffel 1 (Fortuna Emsdetten, GW Rheine, SC Altenrheine II) aus Gellendorfer Sicht stärker eingeschätzt werden als Matellia Metelen, Schwarz-Weiß Weiner oder Galaxy Steinfurt. Wenn die SFG da mal nicht die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben . . .

Sicher, der Wechsel in die „Südstaffel“ ist absolut legitim, doch die Rheinenser bereiten sich damit selbst Schwierigkeiten. Die Konkurrenz, gerade die an der Spitze, dürfte umso motivierter sein, zu zeigen, dass sie keineswegs schlechter ist als die Mannschaften aus der „Nordgruppe“. Mit offenen Armen werden die Sportfreunde nicht empfangen, aber die Rivalen meckern auch nicht, sondern nehmen den Kampf an. „Jetzt liegt es an uns, denen sportlich zu zeigen, dass sie lieber doch in der anderen Staffel geblieben wären“, stellt sich Galaxy-Trainer Nelson Venancio der Herausforderung.

Wer jetzt Meister wird und wer eventuell noch aufsteigt, das wird in der kommenden Saison so spannend wie nie. Auch dank der Gellendorfer, die die B-Liga ein großes Stück weit mehr in das Interesse der Fußballfans im Kreis Steinfurt rücken.

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