Fußball: Kreispokal
SV Wilmsberg lässt nichts anbrennen

Metelen -

B-Ligist FC Matellia Metelen hatte sich viel vorgenommen und wehrte sich auch nach Kräften. Doch am Ende ließ sich der SV Wilmsberg und fuhr einen letztlich ungefährdeten 6:0-Sieg ein. Dabei rückte ein Youngster ins Blickfeld.

Sonntag, 04.08.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 19:02 Uhr
Julius Greshake (re.) stand gestern in der Wilmsberger Startformation. Beim 6:0-Pokalsieg in Metelen schnürte der Youngster seinen ersten „Doppelpack“ für die Piggen.
Julius Greshake (re.) stand am Sonntag in der Wilmsberger Startformation. Beim 6:0-Pokalsieg in Metelen schnürte der Youngster seinen ersten „Doppelpack“ für die Piggen. Foto: Heiner Gerull

Die Überraschung im Metelener Sportpark Süd blieb aus. Souverän und problemlos zog der SV Wilmsberg dank eines 6:0 (2:0)-Erfolges beim FC Matellia in die zweite Kreispokalrunde ein, in der nun Westfalia Bilk oder der 1. FC Nordwalde auf die Piggen wartet.

„In der ersten Halbzeit war das ganz in Ordnung. Leider haben wir uns zwei dumme Tore eingefangen und sind so auf die Verliererstraße geraten“, fasste Matellias Co-Trainer Christopher Backhaus, der den privat verhinderten Chefcoach Thomas Dauwe vertrat, seine Eindrücke zusammen.

In der Tat verstand es der zwei Spielklassen tiefer als der SVW angesiedelte B-Ligist in der Anfangsphase, die Räume eng zu machen. Der SV Wilmsberg hatte zwar mehr Ballbesitz, doch zumindest in der ersten Viertelstunde hielt Matellias Abwehr dem Druck stand.

Allerdings zeichnete sich schon da ab, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, wann die Wilmsberger ihre Überlegenheit auch in Treffer ummünzen würden. In der 20. Minute war es dann Julius Greshake , der den Ball nach einem Abpraller ins Metelener Netz lenkte. Und als Greshake die Kugel nach Flanke von Tobias Buck 15 Minuten später zum 2:0 in die Maschen jagte, war die Vorentscheidung praktisch gefallen. Nur acht Minuten später hätte Greshake fast einen Hattrick erzielt, nachdem Alex Hesener ihm das Leder aufgelegt hatte, doch Greshake traf nur die obere Torstange.

In Halbzeit zwei ging es für Matellia praktisch nur noch um Schadensbegrenzung. Bezeichnend dafür, dass bei den Gastgebern nicht nur die Kraft, sondern auch die Konzentration nachließ, war die Entstehung des dritten Wilmsberger Treffers in der 47. Minute. Aldo Colalongo hatte den Ball per Freistoß parallel zur Torauslinie auf den ersten Pfosten gespielt. Marius Wies veredelte den „Bauerntrick“, indem er handlungsschnell zum 3:0 einschoss. Und als Hesener in der 50. Minute das 4:0 folgen ließ, nachdem Matellias Keeper Sven Tolksdorf zunächst klasse gehalten hatten, drohte dem Außenseiter gar ein Debakel.

In der 62. Minute lenkte Tolksdorf mit einer weiteren Glanzparade den Ball nach einem Schuss von Ricardo Bredeck gerade noch um die Torstange. Doch nach dem folgenden Eckstoß bugsierte der Sekunden zuvor eingewechselte Simon Scharlau die Kugel in seiner ersten Ballberührung zum 5:0 über Linie. Nur drei Minuten später war es Nils Schemann, der sich aus 18 Metern ein Herz gefasst hatte und zum 6:0 ins Netz traf.

„Wenn man pro Liga, die uns trennen, drei Tore dazwischenbringt, dann haben wir unser Soll heute erfüllt“, befand Christof Brüggemann. Das hieß aber noch lange nicht, dass der Trainer des SV Wilmsberg mit allem einverstanden war, was seine Mannschaft produziert hatte. „Die Null stand zwar“, sagte er. „Aber in der Abwehr haben wir doch zwei Chancen zugelassen“, fügte er hinzu.

Der eingewechselte Christopher Viefhues hätte davon profitieren können. Zunächst scheiterte er in der 72. Minute an SVW-Keeper Tim Schooß; zwei Minuten später verfehlte der Metelener knapp das Gehäuse, sodass sich am Spielstand von 6:0 nichts mehr änderte.

Wir haben uns zwei dumme Tore eingefangen und sind so auf die Verliererstraße geraten.

Christopher Backhaus
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