Basketball: Bezirksliga
Abmeldung: Arminia Ochtrups Basketballer haben erstmal ausgedient

Ochtrup -

Ochtrup war jahrelang ein bedeutender Basketball-Standort im westlichen Münsterland. Davon kann mittlerweile keine Rede mehr sein. Für die kommende Saison melden die Töpferstädter keine Männermannschaft mehr. Das hat seine Gründe.

Mittwoch, 28.08.2019, 16:32 Uhr aktualisiert: 28.08.2019, 16:36 Uhr
Gute, alte Zeiten. Mitte der 90er Jahre mischte der SCA die Landesliga auf und spielte sogar drei Jahr in der Oberliga (h.v.l.) Trainer Bernd Schütte, Holger Weiß, Guido Gelhaar, Stefan Brünen, Jürgen Denkler, Michael Penn und Spielertrainer Manfred Hoffstedde sowie (v.v.l.) Andreas Krude, Andreas Böking, Dirk Reisige, Damir Bradara, Markus Winter ind Martin Egbring. Die Gegenwart sieht düster aus, denn Bradara (M.) und Co. müssen sich vom Spielbetrieb abmelden.
Gute, alte Zeiten. Mitte der 90er Jahre mischte der SCA die Landesliga auf und spielte sogar drei Jahre in der Oberliga (h.v.l.) Trainer Bernd Schütte, Holger Weiß, Guido Gelhaar, Stefan Brünen, Jürgen Denkler, Michael Penn und Spielertrainer Manfred Hoffstedde sowie (v.v.l.) Andreas Krude, Andreas Böking, Dirk Reisige, Damir Bradara, Markus Winter ind Martin Egbring. Die Gegenwart sieht düster aus, denn Bradara (M.) und Co. müssen einen Schlussstrich ziehen. Foto: Strack

Die Auflösung des Basketballkreises Münster konnte gerade noch abgewendet werden (die WN berichten). Für die Korbjäger des SC Arminia hingegen kommt das Aus – sie melden jetzt keine Mannschaft mehr für den Spielbetrieb. Bitter für den Standort Ochtrup, der auf eine lange Basketball-Geschichte und mehrere Saisons in der Oberliga zurückblickt.

Drei Akteure hatten sich in der Sommerpause abgemeldet, somit blieben nur noch fünf Kräfte im Kader fix: Jens Leusder, Philipp Gaupel, Anatolij Meißner sowie Romano Bradara und dessen Vater Damir als Spielertrainer. „Wir verfügen zwar noch über Stand-by-Spieler und könnten Jungs aus der U 18 hochziehen, doch insgesamt ist das alles zu wenig, um in der Bezirksliga mithalten zu können“, begründet Damir Bradara die gemeinsame Entscheidung. Ein Schritt, der ihn sehr schmerzt: „Seit 27 Jahren spiele ich für die Arminia Basketball. Das tut echt, echt weh.“

Überraschend kommt die Entwicklung jedoch nicht, denn der Trend war rückläufig. „Wir bekommen jetzt die Quittung dafür, dass wir in der Vergangenheit zu wenig für den Nachwuchs gemacht haben. Es rückt keiner mehr hoch. Zwar sind Spieler von anderen Vereinen zu uns gewechselt, aber das hat uns nicht gerettet“, zeigt sich Bradara enttäuscht.

Die Abmeldung soll aber keineswegs als Todesstoß für die Ochtruper Basketballer verstanden werden. Jens Leusder, Trainer der U 18, nimmt sich verstärkt der Jugendförderung in der Abteilung an. Unterstützung kommt von Bradara, dem vorschwebt: „Vielleicht sind wir in einem bis drei Jahren wieder mit einem Herren-Team zurück. Wenn die U-18-Jungs so weit sind. Mal sehen.“

Das hat auch Philipp Gaupel im Sinn. Der Abteilungsleiter ist sich aber über eines im Klaren: „Wenn sich die ersten abmelden, kommen die so schnell nicht wieder. Zumal wir ja in der Kreisliga neu starten müssen.“

Besser aufgestellt sind die Damen. Zwar haben mit Christina Koße, Lisa Popanski und Lisa Ruhkamp drei Stützen aufgehört, dafür sind Paula Leusder und Claudia Schürmann zurück. Sowohl in der Tiefe als auch in der Breite scheint die Truppe von Trainer Thomas Oeinck Landesliga-Ansprüchen zu genügen.

Die U-16-Mädchen sind in der kommenden Saison für die Oberliga angemeldet. Das garantiert den Talenten Spielpraxis und Wettkampfhärte auf sehr gutem Niveau. „Schön wäre natürlich, wenn wir davon mittelfristig profitieren könnten“, so Oeinck. Für seine Formation geht es am 14. September mit einem Heimspiel gegen Erle los.

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