Tischtennis: NRW-Liga
Arminia Ochtrups Michael Hillebrandt will für den Hospizverein siegen

Ochtrup -

Michael Hillebrandt will helfen. Und dabei bringt er seinen Können als Tischtennisspieler ein. In der neuen Saison steht der Kapitän des NRW-Ligisten Arminia Ochtrup für nach oben hin offene Geldbeträge an den Platten. Der Gesamterlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

Mittwoch, 04.09.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 13:38 Uhr
Hoffen auf einen möglichst hohen Gesamtbetrag (v.l.): Timo Scheipers (Abteilungsleiter der TT-Abteilung), Karin Rasing (Vorstandsmitglied Hospizverein), Michael Hillebrandt und Peter Paßlick (stellvertretender Vorsitzender Hospizverein).
Hoffen auf einen möglichst hohen Gesamtbetrag (v.l.): Timo Scheipers (Abteilungsleiter der TT-Abteilung), Karin Rasing (Vorstandsmitglied Hospizverein), Michael Hillebrandt und Peter Paßlick (stellvertretender Vorsitzender Hospizverein). Foto: Hospizverein Ochtrup/Metelen

„Den meisten von uns geht es doch richtig gut. Deshalb können wir auch die unterstützen, denen es nicht so gut geht“, findet Michael Hillebrandt . Der Kapitän des Tischtennis-NRW-Ligisten Arminia Ochtrup lässt diesen Worten jetzt Taten folgen.

Am Samstag beginnt für sein Team die Saison mit einem Heimspiel gegen die DJK BW Avenwedde – und damit für Hillebrandt eine Spielzeit von besonderem Charakter, denn der 40-Jährige stellt sich für den guten Zweck an die Platten.

Verliert Hillebrandt ein Einzel, zahlt er pro Niederlage zehn Euro ins Sparschwein. Pro Hillebrandt-Sieg spenden Firmen, Vereine oder Privatpersonen einen Betrag x. „Das kann ein Euro sein, können aber oder fünf oder zehn Euro werden. Wir sind da nach oben offen und freuen uns über jeden, der mitmacht“, rührt der Dülmener die Werbetrommel. „Im Endeffekt funktioniert das wie ein Sponsorenlauf. Nur dass ich nicht laufe, sondern Tischtennis spiele.“

Der Gesamtbetrag, der am Saisonende zusammenkommt, ist für den Hospizverein Och­trup-Metelen bestimmt. „Ich war zunächst relativ offen, was den Verwendungszweck angeht, aber dann haben unser Abteilungsleiter Timo Scheipers und ich uns für den Hospizverein entschieden. Dessen Arbeit finden wir sehr gut, und das Geld bleibt sozusagen vor Ort“, erklärt Hillebrandt.

„Ich hatte eine Gänsehaut, als die Tischtennisspieler mit ihrer Idee auf uns zugekommen sind. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Sportler derart engagieren“, ist Dieter Lange-Lagemann, Koordinator des Hospizvereins Ochtrup-Metelen, gerührt. „Wir werden selbstverständlich beim ersten Heimspiel in der Weilauthalle sein und auch zum Saisonfinale kommen.“

„Wir hoffen, dass wir am Ende einen vierstelligen Betrag spenden können. Vorausgesetzt natürlich, Michael bleibt von Verletzungen verschont und wir finden viele Sponsoren“, stellt Scheipers in Aussicht.

In der Vorsaison erspielte sich Hillebrandt eine 39:3-Siegbilanz. In dieser Saison kann der SCA-Kapitän – da die Liga auf zehn Mannschaften verkleinert wurde – bestenfalls 36 Partien bestreiten. „25 bis 28 Siege traue ich mir auf jeden Fall zu“, wagt der frühere Zweitligaakteur eine Prognose. „Angesichts der jetzt besonderen Bedeutung meiner Spiele könnte ich mir vorstellen, dass es bei mir Samstag ein bisschen kribbelt.“

Aber dazu besteht eigentlich kein Grund, denn einen Gewinner gibt es eh – den Hospizverein Ochtrup-Metelen.

► Die Arminen legen am Samstag und bei allen weiteren Heimspielen eine Liste aus, in der sich die Zuschauer als Sponsoren registrieren lassen können. Eine Online-Möglichkeit wird vom SCA demnächst eingerichtet. Bis dahin können sich Interessierte auch an Timo.Scheipers@t-online.de wenden.

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