Fußball: A-Jugend-Kreispokal
Sportgericht lehnt den Einspruch des FSV Ochtrup ab

Ochtrup -

Lange stand im Raum, wie das nicht beendete Pokalspiel zwischen Fortuna Emsdetten und dem FSV Ochtrup gewertet wird. Gegen die Entscheidung des Pokalspielleiters hatten die Ochtruper Protest eingelegt. Jetzt sprach das Sportgericht das endgültige Urteil.

Dienstag, 17.09.2019, 15:56 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 16:16 Uhr
Zu dunkel oder gerade noch ausreichend? Das Flutlicht im Emsdettener Stadion Lange Water war ein Grund, warum der FSV Ochtrup Protest eingelegt hatte.
Zu dunkel oder gerade noch ausreichend? Das Flutlicht im Emsdettener Stadion Lange Water war ein Grund, warum der FSV Ochtrup Protest eingelegt hatte. Foto: Weßeling

Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Steinfurt hat den Einspruch des FSV Och­trup gegen die Wertung des A-Jugend-Pokalspiels bei Fortuna Emsdetten am 28. August zurückgewiesen. Damit bleibt es bei der von Pokalspielleiter Sebastian Bülter festgesetzten 2:0-Wertung für die Hausherren.

Nach der regulären Spielzeit stand es 4:4, woran sich ein Elfmeterschießen hätte anschließen sollen (die WN berichteten). Doch dazu traten die Gäste nicht an. Deren Trainer Dieter Schmeing führte die Entscheidung auf die schlechten Lichtverhältnisse auf dem Nebenplatz zurück, auf den das Elfmeterschießen angesichts der mittlerweile einsetzenden Dunkelheit hätte verlegt werden sollen. Zudem hätte ihm Schiedsrichter Reinhold Hundeloh direkt nach der Partie versichert, dass keine Entscheidung mehr fallen würde und die Mannschaft nach Hause fahren könne.

Allerdings trug der Unparteiische in seinen Spielbericht ein, dass die Vertreter des FSV sich nicht auf eine Verlegung des Elfmeterschießens auf den Nebenplatz verständigen konnten und die Sportanlage verlassen hätten.

Das wollten die Ochtruper so nicht stehen lassen und legten Einspruch ein. Dieser wurde jetzt von Einzelrichter Roman Bügener abgewiesen. In dessen Urteilsbegründung heißt es unter anderem, dass Spiele unter Flutlicht generell zulässig seien und dass der Schiedsrichter jederzeit den Platz wechseln dürfe.

Konkret: „Der Einspruch wurde dahingehend begründet, dass die Lichtverhältnisse nicht ausreichend waren. Diese Entscheidung liegt ausschließlich beim Schiedsrichter. Er entscheidet nach Paragraf 1 (9) der Spielordnung über die Bespielbarkeit des Platzes und damit über die Durchführung des Spiels. Es ist somit Ermessenssache des Schiedsrichters, ob das Spiel durchgeführt beziehungsweise weitergeführt wird oder nicht. Insofern hat der Schiedsrichter hier sein Ermessen ausgeübt und das Spiel fortsetzen wollen.“

Aus diesem Grund sei der Entscheidung des Schiedsrichters zu folgen. Im Sinne der Spielregeln und im Geiste des Sports sehe er die Entscheidung des Staffelleiters als richtig an, argumentiert Bügener.

Das Urteil wird vom FSV Ochtrup so akzeptiert. Dazu Schmeing: „Große Chancen auf eine Wiederholung hatten wir uns nicht mehr ausgerechnet. Für mich bleibt aber ein leicht fader Beigeschmack. Vielleicht nimmt der Schiri ja noch mal den Hörer in die Hand und wir reden darüber.“

Fortuna ist übrigens auch nicht mehr im Wettbewerb. Im Viertelfinale kam das Aus gegen Borussia Emsdetten.

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