Fußball: Kreisliga A Ochtrup
Der FSV Ochtrup trennt sich mit sofortiger Wirkung von Frank Averesch

Ochtrup -

Frank Averesch ist nicht mehr Trainer des Fußball-A-Ligisten FSV Ochtrup. Der Vorstand hat sich dazu entschieden, den 54-jährigen Coesfelder mit sofortiger Wirkung zu entlassen. Meinungsverschiedenheiten waren letztlich der entscheidende Grund. Ein Nachfolger, der die Aufgaben bis zum Saisonende übernimmt, ist bereits gefunden.

Samstag, 09.11.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 12:04 Uhr
Frank Averesch ist am Freitag von seinen Aufgaben als Trainer des FSV Ochtrup entbunden worden.
Frank Averesch ist am Freitag von seinen Aufgaben als Trainer des FSV Ochtrup entbunden worden. Foto: Thomas Strack

Der FSV Ochtrup hat Frank Averesch mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Das teilte Vorsitzender Peter Oeinck am späten Freitagabend mit. Eigentlich wollten sich Verein und Trainer erst im Juni mit auslaufender Vertragszeit trennen, doch jetzt zogen die Verantwortlichen des Fußball-A-Ligisten schon früher als geplant einen Schlussstrich.

Dabei spielten weniger die zuletzt enttäuschenden Ergebnisse eine Rolle als vielmehr die immer größer werdenden Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Coach. „Wir hatten kein Vertrauen mehr in Franks vereinskonformes Verhalten. Wir glauben, dass er die Interessen des FSV Ochtrup aufgrund der Entwicklung in den vergangenen Wochen nicht mehr passend vertreten kann“, begründete Oeinck.

Einen Höhepunkt soll die Situation vor dem Heimspiel gegen den Skiclub Rheine gefunden haben, als Averesch für eine Spielverlegung plädierte, der Vorstand diesem Anliegen aber nicht nachkommen konnte, weil nur die Stadt eine Platzsperre aussprechen kann. Dass die Partie überraschend mit 0:2 verloren wurde, verschärfte wohl die Lage.

„Ich bin sehr enttäuscht. In erster Linie, weil die Chemie zwischen der Mannschaft und mir stimmt. Der Fußball hat mir in meinen 31 Jahren als Trainer sehr viel gegeben, leider verlief das letzte halbe Jahr nicht zufriedenstellend. Aber ich muss diese Entscheidung akzeptieren“, bezog Averesch Stellung.

Damit geht nach zweieinhalb Jahren die Amtszeit des Coesfelders zu Ende. Die erste Saison unter Averesch schlossen die Ochtruper – damals noch als SC Arminia – als Tabellenfünfter ab, die zweite – erstmals als FSV – als Dritter. Aktuell belegt das Team Rang vier.

Fakt ist, dass auch sein Sohn Jonas nicht mehr für den FSV spielen wird. Der augenblicklich verletzte Torwart meldet sich in der kommenden Woche bei den Töpferstädtern ab.

Bis zum Saisonende rückt der bisherige Co-Trainer Tim Niehues in das erste Glied. Assistiert wird er von Matthias Thomas. Zudem soll Mannschaftskapitän Janik Hannekotte stärker eingebunden werden.

„Der Verein hat mich angesprochen, ob ich aushelfen könnte. Mit dem Verweis, dass ich den Posten aufgrund meiner beruflichen Verpflichtungen bei der Bereitschaftspolizei zeitlich nur begrenzt ausüben kann, habe ich zugesagt“, so Niehues. „Es wird sicherlich schwer, einen erfahrenen Trainer wie Frank zu ersetzen.“

Ein exaktes Saisonziel möchte das neue Duo auf der Kommandobrücke nicht ausgeben.

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