Tischtennis: NRW-Liga
Metelener mit Maximalausbeute und Mitternachtsmarathon

Metelen -

Ein straffes Programm hatten die Herren des TTV Metelen am Wochenende zu absolvieren. Drei Partien galt es zu bestreiten – darunter das Derby gegen Arminia Ochtrup II. Für noch mehr Gesprächsstoff sorgte aber ein episches Kräftemessen mit dem TTC Münster.

Montag, 11.11.2019, 12:48 Uhr
Auf Jan Tewes war Verlass. An Brett vier aufgestellt blieb er am Metelener Tripple-Spieltag im Einzel unbesiegt.
Auf Jan Tewes war Verlass. An Brett vier aufgestellt blieb er am Metelener Tripple-Spieltag im Einzel unbesiegt. Foto: Thomas Strack

„Ich habe schon viele Tischtennisspiele gesehen, aber eine Spieldauer von fünf Stunden und 25 Minuten habe ich auch noch nicht erlebt“, staunte TTV-Ehrenvorsitzender Günter Born (86) über die Partie seiner Metelenergegen den TTC Münster.

Das am Freitag um 20 Uhr beginnende Heimspiel endete erst am Samstagmorgen um 1:25 Uhr mit einem 11:5, 8:11, 13:11, 11:13 und 11:7 für Dawid Ciosek und Hen­drik Waterkamp im Abschlussdoppel und dem am Ende hart erkämpften 9:7 für den gastgebenden Außenseiter. Die hochklassige Partie, die von den zahlreichen Zuschauern gehöriges Sitzfleisch oder Stehvermögen einforderte, war der Auftakt zu einem sehr erfolgreichen „Tripple-Spieltag“ mit am Ende drei Siegen und einer Gesamtspielzeit von elf Stunden und 42 Minuten.

Erfreulich dabei war, dass alle sechs Akteure punkten konnten, wobei Jan Tewes (Brett vier) in der Mitte ohne Einzelniederlage blieb.

Gegen Münster waren es vor allem die Dominanz in den Doppeln und die spielstarke Mitte mit Tewes und Mateusz Ksiazczyk, die am Ende für den knappen, aber durchaus verdienten 9:7-Erfolg sorgten.

17 Stunden später traf der TTV auf den Ortsnachbarn Arminia Ochtrup II. Die Gäste, allerdings stark ersatzgeschwächt, hatten zwar den besseren Start für sich, mussten aber nach dem ersten Durchgang einem 2:7 hinterherlaufen, da alle Metelener Akteure ihre Einzel für sich entschieden.

„Danach haben wir es etwas schleifen gelassen und sind nicht mehr so richtig zum Zug gekommen“, bewertete Hendrik Waterkamp die Punktgewinne der Arminen im zweiten Durchgang. Beim Stand von 8:6 für die Gastgeber beendete Sebastian Klockenkemper mit einem ungefährdeten Dreisatzsieg die Aufholjagd der Arminia.

Weitaus weniger Schwierigkeiten gab es am Sonntagmittag gegen SuS Bertlich. Obwohl fast in Bestbesetzung am Start, hatte der Tabellenvorletzte gegen den TTV keine Chance und verlor mit 2:9. Erst beim Stand von 8:0 für Metelen entschieden die Bertlicher zwei Einzel für sich.

Mit den drei Heimerfolgen in Serie und 6:0 Punkten schoben sich Dawid Ciosek & Co. einen großen Schritt in Richtung gesichertes Tabellenmittelfeld vor. Und bei noch vier ausstehenden Begegnungen – darunter gegen die abstiegsbedrohten Teams aus Bönen, Hiltrop und Annen – sollte der Metelener Verbandsligist in dieser Spielzeit keine Probleme mit dem Klassenerhalt haben.

Bereits am Freitagabend trennte sich die Reserve in der Bezirksliga von Arminia Ochtrup III mit einem am Ende leistungsgerechten 8:8. Beide Teams hatten mit erheblichen Aufstellungsproblemen zu kämpfen, und bis zum 8:6 sah es sogar nach einem Erfolg für die Heimmannschaft aus. Beim TTV überzeugte einmal mehr Neuzugang René Reder mit zwei Doppelsiegen und einem Einzelerfolg an der Seite von Stephan Reuter.

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