Lokalsport Münster
„Er hatte dieses innere Feuer“

Münster - Ja, er erinnere sich noch ungefähr. Doch das erste Mal, dass Werner Bergmann seinen späteren Schützling Götz Rohdewald in der Turnhalle des Schillergymnasiums traf, hat er nur noch schleierhaft vor Augen...

Donnerstag, 12.03.2009, 20:03 Uhr

Münster - Ja, er erinnere sich noch ungefähr. Doch das erste Mal, dass Werner Bergmann seinen späteren Schützling Götz Rohdewald in der Turnhalle des Schillergymnasiums traf, hat er nur noch schleierhaft vor Augen. „Das ist schließlich über 20 Jahre her“, verteidigt sich der 71 Jährige. „Ich weiß aber noch, dass er plötzlich im Schlepptau seines großen Bruders und damaligen Vorbilds Jan da war.“

Ab da begleitete der heute pensionierte Sport- und Lateinlehrer die Anfänge der beeindruckenden Karriere des UBC-Trainers. Nach ersten Korberfolgen in der Schule und herausragenden Leistungen in den Jugendmannshaften des UBC schaffte es Rohdewald schließlich hoch bis in die Eliteklasse des deutschen Basketballs. Kein Zufall, wie sein einstiger Förderer zu berichten weiß: „Der Götz wollte einfach nie aufhören zu spielen. Er hatte dieses innere Feuer, das man braucht, um ganz nach oben zu kommen.“

Besonders imponierte Bergmann aber der herausstechende Charakter des damals zehnjährigen Rohdewalds im Vergleich zu seinen Altersgenossen. „Er war nie so ein Schönredner. Wo andere noch viel geredet haben, hat er schon wieder längst gemacht. Das war schon einzigartig“, sagt einer wie er, der in seiner Trainerlaufbahn schon Hunderte von Jugendlichen trainiert hat.

Nach den Erstligastationen TuS Bramsche, Telekom Bonn, TSV Quakenbrück und Oldenburg kehrte Rohdewald schließlich wieder zu seinen Wurzeln zurück. Dieses Mal aber selber als Trainer. Ein Glücksfall für den UBC ist sich Bergmann heute sicher. Als Trainer müsse man schließlich Vorbild sein, „und wer sollte sich da besser eignen, als einer wie Götz, der seinen Spielern immer die bedingungslose Entschlossenheit für den Erfolg vorlebt?“, fragt er ohne ernsthaft eine Antwort auf diese Frage zu erwarten.

Heute geht Bergmann deshalb wieder gerne zum UBC. Das war in den letzten Jahren nicht immer so. „Er hat die Mannschaft in den letzten zwei Jahren stark geprägt und ihr wieder ein Gesicht gegeben. Die spielen wieder richtig mit Herz und Leidenschaft. Das ist ganz klar die Handschrift des Trainers“, freut er sich aber nur zurückhaltend. Warum? Denn genau hier sieht er die größte Gefahr: „Das kriegen ja auch andere größere Vereine mit. Auf Dauer wird es sehr schwer, ihn zu halten. Ich glaube, dass Götz irgendwann professioneller Trainer werden will und an Angeboten dürfte es ihm bei seiner Entwicklung sicher nicht lange Mangeln.“

Doch zuvor hat Rohdewald sicher noch ein anderes Ziel. Morgen ab 19.30 Uhr will er mit einem Sieg beim SV Hagen-Haspe die Meisterschaft und damit gleichzeitig den Aufstieg in die 1. Regionalliga perfekt machen. Es wäre der größte Triumph seiner bisher noch jungen Trainerlaufbahn.

„Das schafft er mit seinen Jungs“, ist Werner Bergmann überzeugt. Er wird dann auf der Tribüne sitzen und „auch etwas stolz sein“, vor über zwei Jahrzehnten einen kleinen Teil zu dieser eindrucksvollen Karriere beigetragen zu haben.

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