Lokalsport Münster
Neuer Teamgeist bei Borussia

Dienstag, 24.11.2009, 18:11 Uhr

Münster - Das Lachen ist zurück. Die erste Tischtennismannschaft der DJK Borussia Münster hat wieder richtig Freude am Spiel. Vor vier Jahren noch gehörte sie der Zweiten Bundesliga an. Danach stiegen die Borussen in vier Jahren dreimal ab. Aktuell sind sie Verbandsligist, und es geht wieder bergauf. Als ungeschlagener Spitzenreiter peilt das neu formierte Team die Rückkehr in die Oberliga an. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit dem stellvertretenden Abteilungsvorsitzenden Michael Schmitz .

Warum hat es so lange gedauert, ehe Borussia die Kurve bekommen hat?

Michael Schmitz: Ich befürchte, dass die Zeit nicht reicht, alle Gründe zu nennen.

Fangen wir bei der 2. Liga an. Hat sich Borussia damals übernommen, war es ein verlorenes Jahr?

Schmitz: Ganz im Gegenteil, die Spieler haben diese Zeit genossen. Sie waren in dem Jahr dreimal in Berlin und haben gegen Leute gespielt, die heute in der Ersten Liga und der Champions League spielen.

Aber der Abstieg hat schon wehgetan?

Schmitz: Nein, dieser nicht, eher schon der Abstieg aus der Regionalliga zwei Jahre später. Nach dem Weggang von Merijn de Bruin hatten wir weder die Mittel noch die Bereitschaft, uns einen Topspieler einzukaufen. Es gab die Alternative, in der Regionalliga um den Klassenerhalt zu kämpfen oder direkt in der Oberliga neu durchzustarten. Leider haben wir uns für den ersten, im Nachhinein falschen Weg entschieden. Außerdem hat sich die Mannschaft in dieser Saison deutlich unter Wert verkauft.

Was ist schief gelaufen?

Schmitz: Wir hatten ein Konzept, aber nicht mehr die Zeit und die Leute, um es umzusetzen. Somit haben wir ein letztes Mal auf zwei ganz junge Spieler aus dem Ausland gesetzt. Diesmal leider ohne Erfolg: Beim Weißrussen Siarhei Yutsi gab es Probleme mit dem Visum, der Tscheche Tomas Fabian erkrankte schwer. Beides war nicht vorhersehbar.

Hatten Sie Sorge, dass nach dem Oberliga-Abstieg alles zusammenbrechen würde?

Schmitz: Nein, nicht wirklich. Wir haben uns sehr gepflegt aus der Oberliga verabschiedet und schon in der Rückrunde mit Spielern aus der Region das Team für die laufende Saison zusammengestellt. Dabei war es natürlich wichtig, dass wir Damian Böcker überzeugen konnten, weiter für uns zu spielen. Mit der kompletten neuen Mannschaft haben wir dann auch bereits den Regionalliga-Aufstieg der Damen gefeiert.

Ist die Zeit der „Legionäre“ bei Borussia vorbei?

Schmitz: Definitiv, das gilt übrigens auch für die Damen.

Damian Böcker sagt, er habe wieder richtig Spaß am Spiel. Auch beim Training ...

Schmitz: Das ist nachvollziehbar, auch weil die Beteiligung wieder richtig gut ist. Wir haben zum ersten Mal seit fast 15 Jahren wieder ein Team, das regelmäßig und vollständig beim Training zu sehen ist und sich auch in das Vereinsleben einbringt. Nicht von ungefähr sind vier der sechs Spieler auch im Abteilungsvorstand aktiv.

Welche Rolle spielt Cheftrainer Peter Luthardt?

Schmitz: Er hat die A-Lizenz und ist ein angesehener Fachmann. Ich behaupte, dass er die beste Trainingsgruppe in Münster und Umgebung aufgebaut hat.

Das klingt gut und nach Zukunft: Ist Borussia schon bald wieder reif für die Regionalliga?

Schmitz: Nein, nein, wir lassen die Kirche im Dorf. Wenn wir nächste Saison in der Oberliga spielen, wäre das ein feiner Erfolg und damit dann auch das Ende der Fahnenstange erreicht.

Was sind Borussias wichtigste Zukunftsaufgaben?

Schmitz: Wir waren in den 90er Jahren die absolute Nummer eins in der Jugendarbeit im gesamten Münsterland - mit bis zu 15 Mannschaften. Hier streben wir mit dem neuen Jugendwart Ingo Hantke einen Neuanfang an. Auch an weiteren gut ausgebildeten Trainern mangelt es bei uns nicht.

Am 11. Dezember richtet Borussia in der Sporthalle Berg Fidel zum zweiten Mal ein Champions-League-Spiel von Borussia Münster aus. Was erwarten Sie?

Schmitz: Super Sport, einen stimmungsvollen Abend und hoffentlich 1500 bis 2000 Zuschauer.

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