Lokalsport Münster
Münster wird zur Box-Hochburg

Donnerstag, 25.11.2010, 20:11 Uhr

Münster - Die Box-Abteilung von Telekom Post SV Münster bleibt weiter auf der Überholspur. So wird in naher Zukunft unter der Regie des Clubs in Münster ein Landesleistungs-Stützpunkt eingerichtet. Zudem scheint sicher, dass Münster auch Olympia-Bundes-Stützpunkt für den Nachwuchs werden wird. Dazu ist der Bau der Sporthalle auf der Telekom-Anlage am Schifffahrter Damm zwingend notwendig. „Die letzten vier Jahre sind mit ihrem sportlichen Erfolg sowie der sozial-integrativen Arbeit nicht unbemerkt geblieben“, sagte Vereins-Präsident Dr. Ulrich Thelen auf Anfrage unserer Zeitung.

Tatsächlich wird beim Spartenverein Telekom Post SV erst seit vier Jahren der Faustkampf gepflegt. In dieser Zeit wurden mit Angelino Jörling, Gajo Wagner, Schiba Esmailpour und Darlene Jörling vier Nachwuchskämpfer Deutsche Meister, zuletzt erreichte Darlene Jörling bei der Europameisterschaft sogar das Finale. Auch heimste das Box-Projekt „ Farid ´s Qualifighting“ unter dem Telekom-Dach, Schule und Sport miteinander zu verbinden, mehrfach bereits Preise ein und fand bundesweit Beachtung. Sportliche Triebfeder war dabei der frühere Nationalkaderathlet Farid Vatanparast.

Wenn Münster nun Anfang des kommenden Jahres zunächst Landesleistungs-Stützpunkt wird, später sogar die Kaderschmiede für den Nachwuchs werden soll, werden dann dauerhaft andere Rahmenbedingungen gefragt sein. In der gut und gerne 30 Jahre alten Sporthalle am Telekom-gelände teilten sich zuletzt die Boxer mit Taekwondo und Tischtennis die Hallenzeiten. Dabei platzte bei bis zu 50 Aktiven die knapp 120 Quadratmeter kleine Trainingshalle Übungseinheit für Übungseinheit praktisch aus allen Nähten.

In Zukunft soll eine Dreifachhalle für ideale Bedingungen sorgen, die Pläne für den 1,3 Millionen teuren Bau liegen in der Schublade. Täglich wäre dann das Training möglich, an drei Tagen wäre zudem eine zweite Trainingseinheit angedacht. Momentan arbeiten gemeinsam mit Farid Vatanparast sechs Übungsleiter mit den Boxern, jeder ist zumindest Inhaber der C-Lizenz. Der 31 Jahre alte Vatanparast wird als A-Lizenz-Inhaber Chef der Trainergruppe sein. Nachwuchs-Bundestrainer Hans Birka hatte schon mehrfach die professionelle Arbeit sowie die damit verbundenen sportlichen Erfolge in Münster über den grünen Klee gelobt.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bislang den Bundes-Stützpunkt in Köln sowie die Landes-Stützpunkte in Dortmund und Wanne-Eickel. Dass Münster nun vom westdeutschen Boxverband zum Stützpunkt erklärt wird, hängt auch mit der Titelflut der Telekom-Kämpfer im Jugend- und Juniorenbereich zusammen. Für Münster als Bundes-Leistungszentrum machen sich zudem der Deutsche Boxverband sowie der Deutsche Olympischen Sport-Bund (DOSB) stark.

„Diese Stützpunktidee geht über das Normale eines Sportvereins hinaus. Wir fühlen uns durch die Unterstützung von vielen Seiten in unserer Arbeit bestätigt“, sagt Thelen. Letztgenannter wird für die Koordinierung im Stützpunkt verantwortlich zeichnen, Vatanparast für den Trainingsablauf.

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