Lokalsport Münster
BSV Fortuna auf dünnem Eis

Dienstag, 01.03.2011, 20:03 Uhr

münster - Die Luft wird zusehends dünner für die Fußball-Frauen des BSV Fortuna. Acht Punkte sammelte das Team von Trainer Ralf Laukötter in 15 Spielen. Noch ist das rettende Ufer für den Vorletzten der Westfalenliga nicht gänzlich außer Reichweite. Doch mit jeder Niederlage wächst der Druck. Morgen steht ab 19.30 Uhr das wegweisende Abstiegsderby beim Drittletzten SV Spexard auf dem Programm. „Soll der Zug in Richtung Klassenerhalt nicht ohne uns abfahren, müssen wir dort gewinnen“, verkündet Laukötter ohne Wenn und Aber.

Dass man auch aus einer Niederlage Hoffnung schöpfen kann, offenbarte sich am vergangenen Sonntag. Denn trotz eines 0:2 beim Tabellenzweiten FSV Gütersloh 2009 II gab dem BSV vor allem die zweite Halbzeit Anlass zur Zuversicht. „Wenn es uns erneut gelingt, solch eine Leistung abzurufen, dann haben wir eine Chance“, sagt Laukötter.

In der Tat wird es Zeit, dass der heimische Westfalenligist seine Zurückhaltung auf des Gegners Plätzen ablegt. Erst ein Pünktchen - ergattert beim 1:1 bei der Zweitvertretung des Herforder SV Borussia Friedenstal - verbuchte der BSV in der Fremde. Allein schon diese Bilanz lässt erahnen, woran es hapert.

„Eigentlich ist genug Qualität vorhanden, um die Klasse zu halten. Unser Problem war bislang, dass die Fluktuation recht groß war“, sagt der Coach. So konnte sich aus unterschiedlichen Gründen keine Stammformation herausbilden. Spielerinnen fehlten aus beruflichen oder privaten Gründen. Hinzu gesellte sich erhebliches Verletzungspech, das den Kader zwischenzeitlich arg ausdünnte. Am schlimmsten erwischte es Silke Büker und Natascha Berghoff, die Kreuzbandrisse erlitten hatten und ihre Laufbahn deshalb beenden mussten. Ein ähnliches Schicksal ereilte zuletzt Bettina Korte, die sich einer Knieoperation unterziehen muss. Laukötter: „Vor allem im vorderen Bereich fehlen uns Alternativen.“

Immerhin kündigt sich im Angriff Entlastung für Andrea Hester an, auf deren Schultern die größte Verantwortung lastet. So hofft der BSV in Spexard Neuzugang Caroline Schröder einsetzen zu können. Auch Jana Bruns hat das Training wieder aufgenommen, so das Fortuna personell gut gerüstet nach Spexard fährt.

Dort greift der heimische Vertreter nach dem letzten Strohhalm. Zumal nicht sicher ist, ob es am Ende reichen wird, drei Konkurrenten hinter sich zu lassen. Denn in der übergeordneten Fußball-Regionalliga dümpelt mit der SG Lütgendortmund eine Mannschaft am Tabellenende, die im - wahrscheinlichen - Fall des Abstiegs der Westfalenliga zugeordnet würde. Sollte es darüber hinaus auch noch eine weitere Mannschaft aus dem Einzugsbereich des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes erwischen, dann würde sich die Zahl der Absteiger in der Westfalenliga weiter erhöhen.

Mit diesem Szenario will sich der BSV vorerst aber nicht beschäftigen. Laukötter fordert vielmehr: „Wir dürfen nicht auf andere gucken, sondern müssen sehen, dass wir unsere Spiele gewinnen.“

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