Lokalsport Münster
Goldene Zeiten für Josef Sauerwald

Montag, 04.07.2011, 20:07 Uhr

Münster - Josef Sauerwald ist Deutscher Meister der Fahrer mit Behinderungen. „Mein erster Einzeltitel “, freute sich der für den RV Roxel startende Fahrer. Mannschaftsgold bei den Weltmeisterschaften konnte er schon gewinnen und stand dort ebenso in der Einzelwertung auf dem Treppchen. Auch bei Deutschen Meisterschaften gab es Medaillen - aber eben bisher noch kein Gold. Das kann er nun seiner umfangreichen Trophäensammlung hinzufügen.

Beim Reit- und Fahrverein St. Martin Greven-Bockholt fanden die Titelkämpfe am vergangenen Wochenende statt. Angespannt hatte Sauerwald seine bewährte Ponystute Don´t Confess, die aber nur „Trude“ genannt wird. „Trude war super“, weiß Sauerwald, wer einen großen Anteil an diesem Erfolg hat. Auf den Saisonhöhepunkt hatten sich die beiden intensiv vorbereitet. Doch mit dem Sieg hatte Sauerwald nicht im Entferntesten gerechnet. Gesundheitliche Probleme machten ihm im Vorfeld immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Nicht einmal am vereinseigenen Turnier in Roxel konnte er teilnehmen. Doch die Meisterschaft wollte er nicht sausen lassen. So fuhr er ohne allzu große Erwartungen nach Greven. „Trude war ja immerhin top in Form.“ Und dann lief alles glatt. „Nicht vergessen werden darf, dass mich auch mein Beifahrer Hubert Frerichmann und meine Lebensgefährtin Heike Kegel, die sich um die Pflege des Ponys und die gesamte Organisation kümmert, super unterstützt haben. Nur im Team kann im Fahrsport etwas erreicht werden.“ Dank sagt der frisch gebackene Deutsche Meister zudem seinem Trainer Martin Thiemann und dem Bundestrainer Ludger Schmeing, die ihn immer mit guten Tipps unterstützen. Und letztlich habe er auch das nötige Quäntchen Glück gehabt. In der Dressur sind Josef Sauerwald und Don´t Confess traditionell sehr stark und wurden ihrer Favoritenrolle mit einem deutlichen Sieg gerecht. Im Gelände fährt Sauerwald eigentlich lieber auf Sicherheit. „Aber diesmal lief es rund und wir konnten einiges riskieren.“ Und Beifahrer Hubert Frerichmann urteilt: „ So gut ist Josef noch nie im Gelände gefahren.“ Platz zwei hinter dem Niederländer Jacques Poppen war der Lohn. Das Kegelfahren zum Abschluss sei sehr schwierig gewesen, berichtet Sauerwald. Die Zeit sei so knapp bemessen gewesen, dass er sich entscheiden musste: Entweder strafpunktfrei zu bleiben und Zeitfehler zu riskieren oder schnell zu fahren und somit in Kauf zu nehmen, dass einige Bälle von den Kegeln fallen. Die zweite Variante sicherte ihm Platz drei in dieser Teilprüfung und in der Meisterschaftswertung den Sieg.

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