Lokalsport Münster
Jubel in Kassel über Gold in Tallinn

Montag, 25.07.2011, 00:07 Uhr

Münster - Sogar bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel war die LG Ratio Münster präsent. Klar, Daniel Kohle mit Platz drei und Theresa Greb auf Rang vier der Dreispringer sorgten schon für Applaus auf den Rängen des Auestadions. Als der Stadionsprecher jedoch vom Staffel-Gold der deutschen U-20-Frauen berichtete sowie wenig später den Weitsprung-Sieg der Münsteranerin Lena Malkus bei der U-20-EM im fernen Tallinn kommentierte, löste er damit Jubel bei den rund 15 000 aus. Keine Frage, das Publikum konnte diese Top-Resultate einordnen und hielt sich mit Reaktionen nicht zurück. Das war spitze. Ins Schwärmen geriet Dietmar Chounard, U-20-Bundestrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. „Der Europarekord von Alexandra Burkhardt, Katharina Grompe, Tatjana Pinto und Anna-Lena Freese über 4x100 Meter hat unseren herausragenden Leistungen die Krone aufgesetzt“, lautete sein Fazit der Top-Zeit von 43,42 Sekunden. Tatjana Pinto hatte neben nur zwei anderen DLV-Athleten zwei Medaillen geholt: Bronze über 100 m am Freitag und eben Staffel-Gold. Und das wurde „versüßt“ durch die Tatsache, dass die 23 Jahre alte Bestmarke von Grit Breuer, Katrin Krabbe, Diana Dietz und Kathrin Henke (43,48 sek, aufgestellt 1988 in Sudbury) getoppt wurde. Die Münsteranerin fungierte zudem als Mannschaftskapitänin. „Tatjana Pinto hat alle zusammengeholt und gesagt: Jetzt haben wir es ins Finale geschafft, jetzt zeigen wir mal, was wir wirklich können“, erzählte DLV-Staffeltrainer Alexander Seeger. „Da war ich wirklich baff.“ „Ich bin einfach glücklich“, sagte Lena Malkus. Kurz nach ihrer Ankunft in Estland hatte sie sich erkältet. „Ich wusste deshalb nicht so recht, was im Wettkampf geht. Nun ist alles von mir abgefallen, die ganze Anspannung der letzten Tage ist weg“, sagte sie unmittelbar nach ihrem Gold-Sieg. Zeit, gemeinsam zu feiern fand das münsterische Trio, zu dem ja auch Nina Stöcker, Siebte über 5000 m und damit beste von drei deutschen Teilnehmerinnen, gehört, bis zum Abflug aus Tallinn nach Frankfurt gestern Abend übrigens noch nicht. „Ein Termin jagte den nächsten“, schilderte Elke Bartschat. Zwar sprintete Tatjana Pinto nach ihrer Doping-Kontrolle zur Weitsprunggrube, um Lena Malkus anzufeuern. Danach musste jedoch die 17-Jähirge zum Dopingtest. Es folgten der offizielle Empfang im Hotel, Team-Besprechung, Foto-Termine - „vielleicht haben wir in Frankfurt ja kurz Zeit, uns zu unterhalten“, sagte Elke Bartschat.

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