Lokalsport Münster
Westfalia wie ausgewechselt

Sonntag, 28.08.2011, 20:08 Uhr

Münster - Rätselraten und hängende Kopfe in der Vorwoche, Jubel und hochgerissene Arme gestern: Nach der herben Schlappe zum Saisonauftakt (1:7 gegen Wacker Mecklenbeck ), zeigte sich Bezirksliga-Aufsteiger Westfalia Kinderhaus vollständig rehabilitiert und siegte im Derby gegen Borussia Münster verdient mit 1:0 (0:0). Dabei egalisierten sich beide Teams über weite Strecken der Partie.

„Von einem richtigen Derby habe ich vor allem in der ersten Halbzeit nicht viel gemerkt“, bemängelte auch Borussen-Trainer Andrea Balderi , dem nach dem Pokalspiel unter der Woche das „nötige Feuer“ im Spiel seiner Elf fehlte. Das von ihm und Ralf Speer trainierte Team zeigte sich insgesamt zu harmlos und insbesondere im Offensiv-Verhalten zu uninspiriert, um den gut organsierten Aufsteiger zu gefährden. Auf der anderen Seite lieferten die Gäste den Nachweis ihrer Ligatauglichkeit ab. „Ich glaube, nach der herben Auftaktniederlage hat die Mannschaft selbst gemerkt, dass das so nicht funktioniert“, sagte Westfalia-Trainer Carsten Kruth . „Es wurde viel gesprochen, viel trainiert - das Team hat heute die nötigen Kräfte entwickelt, um sich entsprechend zu präsentieren.“

Und fürwahr: die letzte Woche in ihre Bestandteile zerlegte Defensivabteilung zeigte sich jederzeit abwehrbereit und ließ über die gesamte Spielzeit keine wirklichen Chancen zu. Den größten Schreckensmoment verursachte ein von Fabian Stelzig getretener Freistoß, der sich vorm Tor senkte und als gefährlicher Aufpraller von Westfalia-Torwart Patrick Beyer entschärft werden musste (41.).Nach dem Seitenwechsel waren es die Gäste, die ihrerseits die Chance zur Führung auf dem Fuß hatten, doch Dominic Tomasso scheiterte freistehend an Borussen-Schlussmann Florian Hoffmann (46.).

Kinderhaus präsentierte sich im zweiten Durchgang spielfreudiger und mit mehr Drang nach vorne. „Wir wussten, dass wir mutiger auftreten müssen, wenn wir hier gewinnen wollen“, sagte Kruth. Beide Teams offenbarten Schwächen im Aufbauspiel; Pässe landeten beim Gegner und im Seitenaus. In der 70. Minute war es dennoch soweit: Der Ball gelangte zu Fidan Zegiri, der das Spielgerät im leeren Tor versenkte (75.). Mit der Führung im Rücken dominierte Kinderhaus die Schlussviertelstunde; auch die Gelb-Rote Karte von Florian Eden (79.) änderte daran wenig.

„Der Sieg von Kinderhaus geht völlig in Ordnung - dass das Tor nach einem Fehler von uns fällt ist natürlich ärgerlich“, so das Fazit von Andrea Balderi. Und Carsten Kruth sah im Vergleich zum ersten Spiel „eine Drehung um 1000 Grad“.

Borussia: Hoffmann - Voigt (61. Roth), Waßenberg, Weglage, Eshold - Marquardt, Burjanadze (70. Gajdzik) - Zöller, Maaß - Zymner (51. Meyer), Stelzig.

Westfalia: Beyer - Eden, Göcking, Sikalieh, Marheineke (70. Kluczniok) - Pielage, Brockhoff, Zegiri - Meyfarth (57. Dan) - Eichler (15. Knemeyer), Tomasso.

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