Am Ende tanzt das weiße Ballett
Hiltrup zum fünften Mal auf dem Hallenthron / 3:1-Finalsieg gegen Preußen Münster

Münster -

Emotionen pur, bewegende Momente und prickelnde Unterhaltung – dies waren die Zutaten, die die 35. Auflage der Stadtmeisterschaften einmal mehr zu einem besonderen Erlebnis werden ließ. Der Budenzauber endete mit einem 3:1 (2:1)-Finalsieg des TuS Hiltrup gegen die Reserve des SC Preußen, womit sich die Hiltruper nach 2009, 2006, 2002 und 2001 zum fünften Mal in die Siegerliste des Gievenbecker Traditionsturniers eintrugen. Versüßt wurde der Erfolg zudem mit einer Siegprämie von 1000 Euro. Für Oliver Logermann, der sich zur Fortsetzung der Rückrunde dem A-Ligisten SV Drensteinfurt anschließen wird, war es „ein wunderschönes Abschiedsgeschenk“, wie der 26-Jährige sagte. Auch am letzten Tag, an dem er das Hiltruper Trikot getragen hatte, war er eine der Schlüsselfiguren im Spiel des Siegers.

Mittwoch, 28.12.2011, 17:12 Uhr

Beide Teams gingen im Finale taktisch überaus diszipliniert zu Werke. Wobei der TuS jedoch mehr Zug zum Tor entwickelte und auch seine Chancen konsequenter nutzte. Im Duell der Westfalenligisten gingen die Südstädter schon mit dem ersten Angriff durch Robin Paton in Führung. Der SC Preußen hielt dagegen und kam in der 4. Minute nach Vorlage von Marcel Stenzel durch Cihan Bolat zum Ausgleich. Doch noch vor dem Seitenwechsel brachte Daniel Ziegner den TuS erneut nach vorne. Als Marco Bensmann wenige Augenblicke vor Schluss mit einer Zeitstrafe belegt wurde, war die Vorentscheidung praktisch gefallen.

Es passte ins Bild, dass Logermann mit seinem Treffer zum 3:1 den Sack zumachte. „In der Halle kommt es in besonderem Maße darauf an, Fehler zu vermeiden und Chancen zu verwerten“, gab Preußens Trainer Arne Barez zu verstehen, womit er zugleich erläuterte, was den Unterschied zwischen beiden Mannschaften gestern Abend ausmachte. Auch Preußens vierfacher Torschütze Arda Nebi räumte ein, „dass der Sieg des TuS verdient ist. Hiltrup war im Finale die deutlich bessere Mannschaft.“

Immerhin trafen beim Showdown der diesjährigen Titelkämpfe mit Oliver Logermann auf der einen und Cihan Bolat auf der anderen Siete auch noch einmal zwei der besten Turnier-Torschützen. Sie teilten sich gemeinsam mit Nienberges Mark-Andre Weber mit jeweils sieben Treffern den zweiten Rang hinter dem neunfachen Torschützen Alexander Kenkel vom UFC Münster.

Einmal mehr erlebten weit mher als 3000 Zuschauer eine dieser Geschichten, die nur der Hallenfußball schreibt. „Wir waren in der Vorrunde ja schon so gut wie ausgeschieden. Und jetzt dieses Finale“, sagte Torhüter Lennart Lüke , der eigentlich gar nicht hätte spielen sollen. Da die Hiltruper aber die für die Stadtmeisterschaften vorgesehenen Keeper Roman Böcker und Carsten Jugel durch Rote Karten beim Everswinkeler Indoor-Kick verloren hatten, musste Lüke einspringen – notgedrungen. „Ich wollte mich eigentlich schonen. Aber ich gebe zu, dass es jetzt ein tolles Gefühl ist, hier zu stehen“, sagte Lüke.

Ähnlich empfand es Gunvald Herdin, mit 30 Jahren der „Senior“ der Mannschaft. „Mit dem VfL Wolbeck bin ich hier schon einmal auf ärgerliche Weise ausgeschieden. Umso mehr freue ich mich, dass ich das hier jetzt erleben kann.“

Der TuS ließ während des Turniers eine deutliche Leistungssteigerung erkennen. Nach dem ersten Tag deutete nichts darauf hin, als sollte das Team noch ins Turnier hineinfinden. „Dafür sind wir belohnt worden“, befand Lüke nicht zu unrecht.

Den Sieg feierten die Südstädter ausgiebig noch in der Kabine. Und geht es nach Gunvald Herdin, „dann wird uns dieses Finale auch etwas mitgeben für die Fortsetzung der Meisterschaft.“

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