16-Jährige bringt den USC auf Kurs und stellt Zweifler bloß
Alisha im Wunderland

Münster -

Auf der Homepage des USC ist auch ein Steckbrief von Alisha Ossowski zu finden. Weiß auf Grün lässt sich die junge Volleyballerin dort wie folgt zitieren: ‚Der USC ist der Verein, der mich immer weiter nach vorn bringt.‘ – Manchmal ist es auch umgekehrt. Als der Bundesligist am Mittwochabend im Heimspiel gegen Potsdam auf eine Niederlage zuschleuderte, riss ausgerechnet die 16-Jährige das Steuer herum. Im dritten Durchgang hatte sie mit ihrem vorzüglichen Aufschlagspiel erheblichen Anteil daran, dass Münster vier Satzbälle abwehrte und den Abschnitt noch 26:24 gewann. Und später im Tiebreak, als die Partie längst in der dritten Stunde war, wurde die Schülerin noch einmal erfolgreich initiativ. Da kam es kaum überraschend, dass sich die Mitspielerinnen nach dem 3:2-Zittersieg samt und sonders auf das Küken im Team stürzten.

Freitag, 27.01.2012, 10:01 Uhr

16-Jährige bringt den USC auf Kurs und stellt Zweifler bloß : Alisha im Wunderland
Glänzte gegen Potsdam mit vorzüglichem Aufschlag­spiel: Alisha Ossowski. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Spielerin des Tages wurde später Hana Cutura ausgezeichnet. Wieder einmal war die Kroatin für die entscheidenden Punkte verantwortlich. Gleichwohl hätte die Wahl auch auf Alisha Ossowski fallen können. „Lishi war großartig, ohne sie hätten wir heute vermutlich verloren“, sagte Zuspielerin Michaela Jelinkova.

Viele Einsätze hatte der „Youngster“ noch nicht im Oberhaus. Der gegen Potsdam war der längste, Alisha Ossowski ist auf dem besten Wege, die Zweifler bloßzustellen. „Früher habe ich immer nur gehört, Alisha fehle das Gardemaß und sei kein Talent. Das haben sogar Landes- und Bundestrainer gesagt“, erzählt Peter Pourie . Er, der die bald 17-Jährige seit Sommer 2010 am Bundesstützpunkt Münster betreut und fördert, war immer anderer Meinung. Und verweist auf Ines Bathen, die bei einer Größe von 1,71 Metern noch drei Zentimeter kleiner sei als Ossowski und trotzdem im Stamm des Erstliga-Teams stehe. „Das beweist doch“, sagt Pourie, „dass sich mit Training und Ehrgeiz sehr viel erreichen lässt.“

Gestern Morgen ist Alisha Ossowski mit einem „richtig guten Gefühl“ aufgestanden. Am Pascal-Gymnasium besucht sie die Oberstufe, Biologie und Sozialwissenschaften hat sie als Leistungskurse belegt, im kommenden Frühjahr wird sie Abitur machen. „Sie ist eine gute Schülerin“, verrät Trainer Pourie. Und sie ist eine gute Volleyballerin. 2011 war Ossowskis großes Jahr: Teilnahme an EM und WM, Durchbruch mit ersten Einsatzzeiten im Erstliga-Team des USC. Gestern Nachmittag sagte sie: „Ich glaube, jetzt bin ich oben angekommen, das ist total schön.“ Alisha im Wunderland – die gebürtige Dortmunderin hat ihre Chance genutzt. Und will weiter Gas geben. „Natürlich hoffe ich, dass ich auch am Sonntag im Kader stehe“, sagt sie. Übermorgen kommt Meister Schwerin an den Berg Fidel. Und nichts spricht dagegen, dass Alisha Ossowski auch in dieser Begegnung mitmischt.

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