Leichtathletik im Sinn
Was wird aus der LG Ratio? - Noch-Vorsitzender: Es bleibt bei einer LG

Münster -

Die Leichtathletikgemeinschaft (LG) Ratio existiert Ende des Jahres nicht mehr (wir berichteten). Zu viel Porzellan wurde zerdeppert in den vergangenen Monaten mit (Kompetenz-)Streit, Intrigen, Trainer-Entlassungen (Elke und Frank Bartschat) und ganz viel Sprachlosigkeit. Der SC Preußen Münster wird – wen wundert‘s? – aussteigen. Bekanntlich finden ein Großteil der Top-Athleten und die Bartschats beim SCP ihre Heimat.

Donnerstag, 27.09.2012, 17:09 Uhr

Leichtathletik im Sinn : Was wird aus der LG Ratio? - Noch-Vorsitzender: Es bleibt bei einer LG
Hier noch vereint: Falk Sparenberg, Sprinterin Tatjana Pinto und LG-Geschäftsführer Ulrich Schindler (v.r.). Foto: Jürgen Peperhowe

Die anderen neun Grundvereine der LG haben laut Falk Sparenberg ihre Bereitschaft zum weiteren Mittun in einem LG-ähnlichen Zusammenschluss erklärt. Zurzeit, daraus machte der noch im Amt befindliche Vorsitzende keinen Hehl, stehen die Zeichen auf Fortsetzung. – Nicht mehr unter dem angestammten Namen Ratio, vielleicht mit einem neuen Vorstand, aber mit der Intention, weiterhin Leichtathletik in Münster in einer LG anzubieten.

Ob der Vorsitzende auch Ende des Jahres, wenn die LG Ratio auch offiziell nicht mehr ist, Vorsitzender sein wird? „Mal sehen“, ließ Sparenberg, seit 2011 im Amt, sich nicht direkt in die Karten schauen. Sehr wohl bestätigte er, dass zurzeit auf vielen Ebenen an einer Fortsetzung eines LG-Konstrukts gearbeitet werde. Gestern Abend war noch eine Vorstandssitzung anberaumt worden.

Beschlüsse wurden freilich nicht erwartet. „Wir haben große Resonanz unserer Grundvereine erhalten“, sagte Sparenberg, „und die Aufforderung, weiterzumachen“. Wie und unter welchem Namen, ließ der Vorsitzende offen. Auch die Finanzierung der LG sei nicht sicher. „Wir haben aber eine ganze Reihe von Ansprechpartnern in dieser Hinsicht“, betonte Sparenberg, der sich auch einen Sponsorenpool vorstellen kann: „Ich habe lieber 100 Leute mit 100 Euro als einen mit 1000.

Was aber bestimmt nicht heißen soll, dass es in den letzten Jahren kein Glücksfall war“, betonte er die nun beendete Zusammenarbeit mit Mäzen Hendrik Snoek . Mit neuen Trainern stehe man in Kontakt. Offen sei, welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Der Mehrkampf – „bislang total vernachlässigt“ (Sparenberg) – müsse forciert werden. Von den Athleten habe er „positive wie negative Rückmeldung“ auf die Entwicklung erhalten. – Auch beleidigende. Die Gräben zwischen den Lagern sind jedenfalls nach wie vor tief.

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