Wacker kennt keine Gnade
Kinderhaus findet kein Mittel gegen Konter-Konzept – Mecklenbeck siegt 3:2 im Bezirksliga-Derby

Münster -

Der Gegensatz der taktischen Ansätze war verheißungsvoll: Westfalia Kinderhaus legte großen Wert auf Ballbesitz und Kombinationsspiel, während Gastgeber Wacker Mecklenbeck auf schnelles Konterspiel setzte. Das erfreuliche Resultat: Ein wahres Bezirksliga-Spektakel, bei dem gestern nach 94 Derby-Minuten Mecklenbeck mit 3:2 siegte.

Sonntag, 03.03.2013, 19:03 Uhr

Höher springt in diesem Zweikampf zwar der Kinderhauser Gerrit Göcking (re.), den Ballbesitz sichert sich jedoch Wackers Moritz Leifeld (li.). Am Ende siegt Mecklenbeck mit 3:2.
Höher springt in diesem Zweikampf zwar der Kinderhauser Gerrit Göcking (re.), den Ballbesitz sichert sich jedoch Wackers Moritz Leifeld (li.). Am Ende siegt Mecklenbeck mit 3:2. Foto: Wilfried Hiegemann

Westfalia-Trainer Carsten Kruth war nach Abpfiff enttäuscht – und verwundert: „Das ist eigentlich unglaublich. So ein Spiel dürfen wir nicht verlieren.“ Kruths Team, auf Ballbesitz ausgerichtet, war in Wackers Konter-Falle geraten. Dabei ging der Offensiv-Plan der Gäste zunächst auf: Mittelfeld-Motor Nawid Nesar traf nach ansehnlichen Zusammenspiel zwischen Vorlagengeber Fidan Zegiri und Dominic Tomasso zum 1:0 (15.) für Westfalia. Da war Kruth noch zufrieden: „Wir haben in der 1. Halbzeit guten Fußball gespielt.“ Sukzessive verlor Kinderhaus aber den Zugriff auf die Gastgeber. „Das war zu naiv von uns nach dem ersten Tor“, kritisierte Kruth. Westfalias Nachlässigkeit nutzte Tom Niermann zum 1:1-Ausgleich (33.). Kurz vor Abpfiff der nächste Dämpfer für Kinderhaus: Diesmal reüssierte Niermann in der Rolle des Vorlagengebers, schickte Philipp Schäper steil, der zum 2:1 einschoss (44.).

„Wir haben quasi ohne Stürmer gespielt“, erklärte Wacker-Coach Bodo Gadomski seine Taktik, die auf die schnellen Schäper, Brügge und Niermann ausgerichtet war. Den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich durch ein Freistoßtor von Westfalias Tomasso (64.) mussten Gadomskis Mannen dennoch hinnehmen. „Wir haben zu viele Standards zugelassen“, monierte Gadomski, der auch die Chancenverwertung für verbesserungswürdig hielt: „Wir hatten drei bis vier 1000-prozentige.“ Einmal schlug die Wacker-Konterfalle aber noch entscheidend zu: In der 75. Minute stellte der nimmermüde Schäper mit einem ansehnlichen Lupfer sicher (75.), dass der nachlässige Umgang der Hausherrn mit ihren Möglichkeiten nicht bestraft wurde. „Wacker kontert gnadenlos“, resümierte Kruth beeindruckt.

Mecklenbeck:Wiedenhöft – Hoffmann, Hidding, Wiethölter, Leifeld – Schäper (90. Gräsel), Pohlmann, Schulz, Brügge (85. Roesmann) – Niermann (83. Zellner), Langner.

Kinderhaus:Beyer – Lammerding (73. Eden), Göcking, Pielage, Eichler – Nesar (83. Wassmann), Brockhoff – Dan, Malcangi (83. Hollenohrst), Zegiri – Tomasso.

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