Borussia noch im Herzen
Tischtennis: Die Neuseeländerin Sarah Her-Lee spielt im Mai bei der WM und bedankt sich bei Ex-Trainer Peter Luthardt

Münster -

Sarah Her-Lee, 26, hat sich in ihrem Leben hohe Ziele gesetzt. Und schon einige erreicht. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Juristin, ihre große Leidenschaft dreht sich um eine kleine Kugel. Die junge Dame spielt Tischtennis. Nicht so gut wie die Allerbesten der Branche. Aber viel besser als viele andere. Genau diese Qualität führt die Neuseeländerin im Mai geraden Weges nach Paris – zu den Weltmeisterschaften. Sie spielt dort für Neuseeland.

Donnerstag, 04.04.2013, 11:04 Uhr

Sarah Her-Lee in Aktion und mit ihrem ehemaligen Trainer und Förderer Peter Luthardt (kl. Foto).
Sarah Her-Lee in Aktion und mit ihrem ehemaligen Trainer und Förderer Peter Luthardt (kl. Foto). Foto: Jürgen Peperhowe

Was eine aparte TT-Spielerin vom anderen Ende der Welt mit Münster zu tun hat? Nun, es gibt eine kleine Schnittmenge: Bei der DJK Borussia laufen die Fäden zusammen. In der Saison 2011/2012 spielte Her-Lee für den Club in der Oberliga. Und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Borussia über Relegationsspiele den Aufstieg in die Regionalliga schaffte. Letztendlich profitierten beide Parteien von der Zusammenarbeit. Dies bestätigte die Spielerin erst vor wenigen Tagen sehr eindrucksvoll in einem Interview in ihrer Heimat. Auszüge: „Ich bin sehr glücklich über dieses Jahr bei Borussia Münster. Es war eine sehr wichtige Erfahrung. Als ich nach Deutschland ging, war ich die Nummer vier in Neuseeland . Nun bin ich die Nummer eins, das habe ich auch Borussia und dem dortigen Trainer Peter Luthardt zu verdanken.“

Der erfahrene Coach mit A-Lizenz müsste lügen, wenn er sich über Komplimente dieser Art nicht freuen würde. „Man hört so etwas ja eher selten, natürlich berührt es mich“, sagt Luthardt. Der Ausbilder und Talentförderer hat den Kontakt zu Her-Lee nie abreißen lassen. „Es gibt einen regelmäßigen E-Mail-Verkehr. Ich habe Spaß daran, Sarahs Weg zu verfolgen. Und Sarah will ständig wissen, was bei uns los ist. Sie ist ein sehr aufgeschlossener und total netter Mensch“, erzählt Peter Luthardt.

Nach den entscheidenden Siegen in der Aufstiegsrelegation gegen Bayer Uerdingen und den TuS Hiltrup im Mai vergangenen Jahres hat Sarah Her-Lee Borusia und Münster verlassen und kehrte mit ihrem Freund in die Heimat zurück. Zwölf Monate später gibt es bei der WM in Paris definitiv ein Wiedersehen. Vanesja Sriskanda­rajah und Eva Pöpping, zwei ehemalige Mitstreiterinnen Her-Lees, werden definitiv bei den Welttitelkämpfen in Frankreich zuschauen. Auch Trainer Luthardt hat einen WM-Besuch „auf dem Zettel“. Vielleicht kreuzen sich die Wege zudem in Münster. Einen Besuch hat Sarah Her-Lee jedenfalls angekündigt.

Ob es klappt, was in Zukunft wird – um das zu erfahren, muss man wohl im Kaffeesatz lesen können. Träumen ist erlaubt. Luthardt tut dies: „Wenn Sarah noch einmal für uns spielen möchte, würden sie hier alle mit offenen Armen empfangen.“

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