TuS ringt SC Paderborn einen Punkt ab
Hiltrup spielt und kämpft und punktet

Münster -

Böckers Fauxpas schnell weggesteckt: Kastner-Elf verdient sich das 1:1-Unentschieden.

Montag, 20.05.2013, 19:05 Uhr

Hiltrups Gunvald Herdin (l.) und Robin Paton (r.) Hiltrups Hunvald Herdin (li.) und Robin Paton (re.) gratulieren ihrem Torschützen Tim Hagedorn.
Hiltrups Gunvald Herdin (l.) und Robin Paton (r.) Hiltrups Hunvald Herdin (li.) und Robin Paton (re.) gratulieren ihrem Torschützen Tim Hagedorn. Foto: Jürgen Peperhowe

In der Westfalenliga ist es nicht unüblich, dass ein Kamerateam das Spielgeschehen aufzeichnet. An diesem Freitagabend war dies nicht der Fall. Und das dürfte einen im Hiltruper Stadion besonders gefreut haben: TuS-Keeper Romain Böcker leistete sich nach wenigen Sekunden einen totalen Blackout, mit dem er garantiert zu einem ungewollten Youtube-Hit avanciert wäre – zum Glück wird ihm dies erspart bleiben. Bemerkenswert, wie er den Lapsus sofort mental wegsteckte und seiner Mannschaft half, das verdiente 1:1 gegen die Reserve des SC Paderborn über die Zeit zu bringen.

In der zweiten Minute suchte Steffen Friedrich mit einem weiten Pass in die Spitze einen Sturmkollegen, doch der Ball geriet zu lang, alle Beteiligten drehten sich wieder um und warteten darauf, dass Böcker annahm und weiterspielte. Doch diesem flutschte das Spielgerät unter dem Schlappen weg, trudelte ins leere Tor – Fassungslosigkeit. Steffen hatte aus gut 60 (!) Metern zum 0:1 getroffen. Doch die Hiltruper zeigten sich nicht geschockt, im Gegenteil: Sie kombinierten flüssig und schnell durch die Mitte und nach Flanke Ulrich Kockmann, Verlängerung Gunvald Herdin und Kopfball Tim Hagedorn stand es im Handumdrehen wieder ausgeglichen (11.). Die Gastgeber blieben erfrischend offensiv, während der SC versuchte, Böcker abermals aus der Distanz zu überlisten – doch der junge Torwart parierte zwei Knallerschüsse klasse. Kurz vor der Pause ein toller TuS-Konter über links, Aljoscha Kottenstede zimmerte den Ball an den Querbalken. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie allerdings, es ergaben sich nur noch Halbchancen durch Standards, sodass das Remis in Ordnung ging. „Das war keine Busfahrertruppe“, freute sich Kastner über den „erst erspielten, dann erkämpften Punkt“ gegen Paderborn .

TuS Hiltrup:Böcker – Deckert, Ziegner, Böhmer, Lübke – Paton, Hagedorn, Cas­tro, Kottenstede – Herdin (90. Weber), Kockmann.

► Diese Partie fand bereits am Freitag statt, aus technischen Gründen ist der Spielbericht in der Samstagsausgabe nicht erschienen.

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