Fußball-Westfalenliga: Hiltrup bezwingt Marl
Kleiner Kader – große Leistung

Münster -

TuS Hiltrup geht personell am Stock – aber paradoxerweise scheint gerade diese unangenehme Situation die Mannschaft zu stützen. Martin Kastner trainierte die letzten Wochen im Schnitt mit nur zehn Mann, trotzdem holte man aus fünf Partien stolze zehn Punkte. „Eine Topleistung. Ich bin ja auch schon etwas länger dabei, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, zeigte sich der Trainer äußerst zufrieden mit den vergangenen Auftritten. Auch der TSV Marl-Hüls bekam die gute Spätform der Hiltruper zu spüren und wurde mit 2:0 im letzten Heimspiel der Westfalenliga-Saison nach Hause geschickt.

Sonntag, 02.06.2013, 20:06 Uhr

Reif für den Zirkus: Hiltrups Gunnar Weber (links) zeigt, was er in der Luft draufhat.
Reif für den Zirkus: Hiltrups Gunnar Weber (links) zeigt, was er in der Luft draufhat. Foto: Peter Leßmann

Hiltrup kontrollierte gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn das Mittelfeld, gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe und zeigte sich sicher im Passspiel. Allein vorne kam man noch nicht richtig in Fahrt, das Umschaltspiel lief eher schleppend. So musste nach gut einer Viertelstunde ein Standard herhalten, den Gunnar Weber aus 17 Metern an den Pfosten schlenzte. Erst nach 24 Minuten tauchten die Gäste gefährlich vor dem Kasten von Romain Böcker auf, doch der kleine Daniel Eisenkopf ist aufgrund seines Nachnamens zwar prädestiniert für das Kopfballspiel, aufgrund seiner Größe jedoch eher weniger. Und so brachte er den TuS-Keeper mit seinem Versuch kaum in Verlegenheit.

Beide Teams begegneten sich insgesamt auf Augenhöhe, generierten bis zum Pausenpfiff einige Halbchancen, mehr aber nicht. Da war noch Luft nach oben. Fand auch Rainer Welke. Der Innenverteidiger köpfte eine Weber-Ecke kurz nach dem Seitenwechsel nur knapp über die Latte. Aber jetzt lief es besser bei den Hausherren. Tim Hagedorn mit einem Zuckerpass, per Außenrist schickte er Robin Paton über rechts steil, der flankte mustergültig auf den zweiten Pfosten, wo Aljoscha Kottenstede per Volleyschuss perfekt ins Schwarze traf. 1:0 nach 64 Minuten, unterm Strich verdient.

Mit der Führung im Rücken presste Kastners Truppe sehr hoch, ging auch zur späten Phase der Partie teilweise mit vier Mann auf den Ballführenden. Einzig die daraus resultierenden Konter wurden etwas fahrlässig vergeben, doch in der 89. Minute war auch dieses Manko ausgemerzt: Der eingewechselte Ulrich Kockmann flankte von rechts und fand Diogo Castro: 2:0, die Entscheidung.

TuS Hiltrup :Böcker – Lübke, Böhmer, Welke, Schunke (90. Tawidde) – Kottenstede (87. Herdin), Castro, Nowitzki, Hagedorn , Paton – Weber (81. Kockmann).

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