Deutscher Ruderverband vergibt Jubiläumstitel in Münster
Prominenz auf dem Aasee

Münster -

Wenn Münsters Aasee lockt, dann können auch Vize-Weltmeister nicht widerstehen: Zumindest drei Ruderer aus dem Deutschland-Achter kämpfen am Wochenende in Münster in ihren Vereinsbooten um den deutschen Titel. Doch geschenkt wird bei den 100. nationalen Titelkämpfen nichts: Die Veranstalter vom Deutschen Ruderverband versprechen zum Jubiläum hochklassige Wettkämpfe vor und auf einer tollen Kulisse.

Montag, 07.10.2013, 20:10 Uhr

Der Aasee gilt unter Deutschlands Top-Ruderern als eines der attraktivsten Reviere Deutschlands – diesen Ruf gilt es am Wochenende zu bestätigen.
Der Aasee gilt unter Deutschlands Top-Ruderern als eines der attraktivsten Reviere Deutschlands – diesen Ruf gilt es am Wochenende zu bestätigen. Foto: Jürgen Peperhowe

Martin Sauer steuerte unlängst den Deutschland-Achter auf dem südkoreanischen Tangeum-See zu WM-Silber. Am Wochenende steht der 30 Jahre alte Jurastudent in Diensten seines Heimatclubs Berliner RC und hat diesmal die vergleichsweise beschauliche Kurzstrecke auf dem münsterischen Aasee zu bewältigen. Auch wenn sie im rund 600-köpfigen Feld die Ausnahmen sind, kommen doch zehn prominente Rudersportler der letzten WM zur 100. Auflage im Deutschen Mannschaftsrudern (DMR), wie die Titelkämpfe auch im Jubiläumsjahr offiziell heißen. Im Berliner Achter, der über die 1000 m acht Medaillenkonkurrenten hat, ackert auch WM-Mitstreiter und Sportsoldat Anton Braun (21), während Nationalmannschaftskollege Felix Drahotta (24) für den RHTC Bayer Leverkusen ins Boot steigt.

Der Deutsche Ruderverband ( DRV ) zielt mit dem nach Münster vergebenen Pilotprojekt auf eine Attraktivitätssteigerung. DMR plus Deutsche Sprintmeisterschaften (über 350 m) an einem Wochenende an einem Ort heißt die neue Formel. Rolf Warnke , jahrelang in Münster verantwortlich und nun im DRV-Vorstand: „Wir müssen das Vereinsrudern beleben, wenn wir ehrlich sind. Wir haben eine starke Spitze in Deutschland, aber es kann nicht sein, dass es außerdem nicht viel gibt.“ Münsters auch in der Breite starke Szene sei diesbezüglich eine Ausnahme, wertet Warnke gerne. Das Titelkampf-Doppel gibt es 2014 im hessischen Eschwege noch einmal, „bevor der Rudertag ein Fazit zieht und einen Beschluss für die Zukunft fasst.“

Die einzelnen Klassen in der für die Großboote ausgeschriebenen DMR und in der Sprint-DM sind sehr unterschiedlich stark besetzt – die Achter etwa machen sich auf der Kurzdistanz rar. „Das ist schade, aber viele haben nach dem Ende der Bundesliga auch die eigene Saison beendet“, erklärt Warnke, dass nur drei Frauenteams und vier Männer-Mannschaften gemeldet sind. Die Strategen des hiesigen Bundesliga-ARC sind dabei. Der Ruderverein Münster hat seinen Achter gleich doppelt gemeldet: Samstag im Seniorenfeld und Sonntag als Juniorencrew.

Ohne Unterstützung des Sportamts und – in der praktischen Umsetzung – des wettkampferprobten Münsteraner Regattavereins, der bis zu 180 Helfer besorgt, ginge nichts auf dem Wasser und am Ufer. Sportamtsleiter Bernd Schirwitz darf die „Aufenthaltsqualität“ als großes Plus nennen, die neben dem von Ruderern beschriebenen „Kuschelfaktor“ der Austragungsstätte den Ausschlag gab. 2014 kann, die Gespräche laufen viel versprechend, übrigens das Finale der Ruder-Bundesliga auf dem Aasee stattfinden. In diesem Jahr war die Sprint-Elite hier nicht zu erleben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1962611?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F1797473%2F2072706%2F
Bewohnerin überrascht zwei Einbrecher
Im Krüskamp hat eine Bewohnern bislang unbekannt Einbrecher – hier ein Symbolbild – in ihrer Küche erwischt.
Nachrichten-Ticker