Lena Malkus muss aufs DLV-Trainingslager verzichten
Noch mal gut gegangen

Münster -

Sommersaison mit zahlreichen Höhepunkten hing für Preußen-Leichtathletin an einem seidenen Faden.

Freitag, 02.05.2014, 08:05 Uhr

Lange Leidenszeit – weiche Landung:  Weitspringerin Lena Malkus greift – mit verletzungsbedingter Verzögerung – die neue Sommersaison an
Lange Leidenszeit – weiche Landung:  Weitspringerin Lena Malkus greift – mit verletzungsbedingter Verzögerung – die neue Sommersaison an Foto: Jürgen Peperhowe

Ende Dezember waren die Trainer noch richtig gut zufrieden mit den Fortschritten, die Lena Malkus im Winter-Trainingslager auf Lanzarote gemacht hatte. Die Top-Weitspringerin des SC Preußen Münster hatte, so schilderte Coach Frank Bartschat damals, auf der Kanaren-Insel „überraschend gute Werte“ vorgelegt. Und das, obwohl die Silbermedaillengewinnerin der Junioren-WM (2012) und Siegerin der U23-EM des vergangenen Jahres die Hallensaison „sausen“ ließ und sich vorwiegend auf das Grundlagentraining stürzte.

Am Montag startete das Springerteam des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erneut in Richtung Teneriffa – ohne die 20-jährige Münsteranerin. Nach dem Trainingslager im März mit ihrem SC Preußen entschied sie sich, zu Hause zu bleiben. „Weil ich im Januar und Februar sechs Wochen nicht trainieren konnte und für ein leistungsdiagnostisches Trainingslager derzeit noch nicht bereit bin, außerdem habe hier eine umfassende ärztliche und physiotherapeutische Versorgung“, betonte Lena Malkus. Hintergrund: Um ein Haar wäre die neue Saison mit den Höhepunkten der U-23-DM in Wesel (14. / 15. Juni), Team-EM in Braunschweig (21. / 22. Juni), Deutschen (26. / 27. Juli in Ulm) sowie Europameisterschaften (August, Zürich) ohne die Psychologie-Studentin über die Bühne gegangen. Eine ebenso hartnäckige wie schwerwiegende Verletzung machte Lena Malkus zu schaffen, die – daraus machte sie keinen Hehl – das sportliche Jahr 2014 beinahe schon im Februar zu Ende gebracht hätte.

Seit mehreren Jahren hatte die Spitzenathletin immer wieder auftretende Hüftschmerzen – der Leistungssport forderte seinen Tribut. Im Februar ging sie auf die Suche der Schmerzursache. Arztbesuch reihte sich an Arztbesuch, schließlich brachten MRT-Aufnahmen Klarheit und die Ursache des Schmerzes war im Bereich der Hüfte gefunden. Eine Operation stand zur Debatte. Diese würde eine längere Regenerationsphase beanspruchen. Nervenaufreibende Wochen beschäftigten die Athletin: „Eine Garantie, dass alles glattläuft, gibt es ja nie “, sagt sie.

Schlimmstenfalls hätte sie sechs Wochen an Krücken laufen müssen, die Pause danach hätte möglicherweise sogar Monate gedauert. An einer OP kommt sie nun vorbei. „Es dauerte allerdings eine Weile, ehe ich die Diagnose verarbeitet hatte.“

Zeit, darüber nachzudenken, hatte sie „glücklicherweise“ nicht. „Es war gut, dass ich mit meiner Prüfungsphase in der Uni beschäftigt war“. Den Rest erledigten Freund, Familie sowie ihre Trainer Elke und Frank Bartschat. Und die machten einen guten Job: „Ich steige im Juni wieder in die Wettkämpfe ein“, sagt sie und spekuliert zumindest auf einen Start bei den nationalen U-23-Meisterschaften. Alles Weitere, sagt sie, seien Zugaben.

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