Reiten: Neuerung beim nächsten Turnier der Sieger
Attraktivität gesteigert

Münster -

Der Donnerstag steht künftig ganz im Zeichen der ländlichen Reiter. Erstmals ist die Austragung eines „Münsterländer Pferdestärken Cups“ mit Dressur- und Springprüfungen geplant.

Mittwoch, 28.05.2014, 20:05 Uhr

Eine S-Dressur fürs Abteilungsreiten hat Michael Klimke (l.) ausgearbeitet und mit seinen Schülern vorgestellt. Vertreter des Westfälischen Reitervereins und der Kreisreiterverbände schauten sich diese Prüfungsform an, die beim Turnier der Sieger Premiere feiern soll.
Eine S-Dressur fürs Abteilungsreiten hat Michael Klimke (l.) ausgearbeitet und mit seinen Schülern vorgestellt. Vertreter des Westfälischen Reitervereins und der Kreisreiterverbände schauten sich diese Prüfungsform an, die beim Turnier der Sieger Premiere feiern soll. Foto: mfe

Die ländlichen Reiter sind in diesem Jahr beim Turnier der Sieger wieder willkommen. „Vor rund 20 Jahren gehörten die Starter aus der Region in den leichten und mittelschweren Klassen zum festen Programm“, berichtet Robert Hönke vom Westfälischen Reiterverein, der beim Turnier der Sieger als Bereichsleiter für die Dressur zuständig ist.

Den Donnerstagabend als ersten Turniertag wollten die Verantwortlichen etwas attraktiver gestalten, und zwar mit einem sportlichen Programmpunkt. So sei die Idee entstanden aus den Reiterverbänden Münster , Warendorf , Steinfurt und Coesfeld Reiter einzuladen, an einem ganz besonderen Wettbewerb, dem Münsterländer Pferdestärken Cup, teilzunehmen. Es wird Spring- und Dressurprüfungen der Klassen A bis S geben. Allerdings dürfen für jede Klasse in der Dressur pro Reiterverband nur je ein Reiter an den Start gehen, in den Springprüfungen jeweils zwei. Zusätzlich gibt es zwei Ponyrennen.

Dabei haben die Veranstalter etwas ganz Außergewöhnliches geplant, was es auf Turnieren so noch nicht gegeben hat: Auch in der L-, M- und S-Dressur werden die vier Reiter gleichzeitig in einer Abteilung starten. Die Aufgabe für die schwere Klasse mit fliegenden Galoppwechseln, halben Pirouetten und Traversalen hat der Vizepräsident des Westfälischen Reitervereins, Michael Klimke , mit seinen Schülern ausgearbeitet. „Das wird schwierig werden für die nominierten Reiter“, ist sich Hönke sicher, denn diese Pferde sind es gewohnt, in der Prüfung alleine zu gehen und nicht hinter anderen Pferden herlaufen zu müssen. Da werde das eine oder andere Tier garantiert recht flott. Einige Skeptiker hätten vorher gesagt, so etwas gehe nicht. „Geht nicht, gibt‘s nicht“, hat Höhnke geantwortet. „Auch wenn ich zugeben muss: Ein wenig spinnert ist das schon.“

Alle Klassen werden gleich bewertet und die Reiter sammeln Punkte für ihren Kreisreiterverband. 5000 Euro gibt es für den Sieg, der in die Nachwuchsförderung des Verbandes investiert werden soll. Insgesamt ist die Prüfung mit 11 000 Euro dotiert. Wie die Reiterverbände die Starter nominieren, bleibt ihnen überlassen. Oliver Schulze Brüning, Vorsitzender des Reiterverbandes Münster, wird beim Turnier in Roxel seine Reiter sichten. In den A-Prüfungen dürfen nur Teilnehmer bis 14 Jahren und in den L-Prüfungen Starter bis 21 Jahren nominiert werden.

Das Turnier der Sieger findet vom 7. bis 10. August statt. Der „Münsterländer Pferdestärken Cup“ beginnt am 7. August um 18 Uhr.

Geht nicht, gibt‘s nicht.

Robert Hönke
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