Volleyball: 1. Damen-Bundesliga
USC gehen für Dresden die Spielerinnen aus

Münster -

Große personelle Probleme plagen den USC Münster vor dem Gastspiel beim Dresdner SC am Mittwoch. Alisha Ossowski, Julia Schaefer, Ashley Benson und Sarah Petrausch sind angeschlagen, krank oder verletzt. Nach zuletzt zwei Niederlagen ist der Rekordmeister krasser Außenseiter an der Elbe.

Montag, 02.02.2015, 23:02 Uhr

Kapitänin Ines Bathen gehört zum Minikader des USC Münster, der am Mittwoch vor der schweren Aufgabe beim bislang ungeschlagenen Spitzenreiter Dresdner SC steht.
Kapitänin Ines Bathen gehört zum Minikader des USC Münster, der am Mittwoch vor der schweren Aufgabe beim bislang ungeschlagenen Spitzenreiter Dresdner SC steht. Foto: Jürgen Peperhowe

Die kommende Aufgabe könnte für den USC Münster kaum schwerer sein. Wenn sich der Bundesligist am Dienstag auf den Weg nach Sachsen macht, wartet mit dem Dresdner SC ein schier unbezwingbarer Gegner auf das Team von Trainer Axel Büring .

17 Mal trat der amtierende Deutsche Meister in dieser Saison an, 17 Mal verließ er als Sieger das Feld – und sammelte dabei 48 von 51 möglichen Punkten. Eine Traumquote, die die Ambitionen des DSC untermauert. Nichts anderes als der nächste Titel ist das Ziel, jüngst formulierte Coach Alexander Waibl die Vorgabe klar. „Wir wollen als Tabellenerster in die Play-offs gehen“, sagte der Trainer, der mit seiner Mannschaft auch international für Furore sorgt. In der Champions League erreichte Dresden zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Runde der letzten zwölf, in der die Waibl-Schützlinge auf Fenerbahce Istanbul treffen. „Dresden ist unglaublich gut aufgestellt. Das ist ein bisschen wie bei Bayern München im Fußball. Der DSC hat jede Position doppelt und sehr gut besetzt. So kann das Team Ausfälle besser kompensieren und besser reagieren, wenn eine Spielerin mal einen schlechten Tag erwischt“, sagt Münsters Coach Büring, der mit einem Minikader am Mittwoch (19.30 Uhr) an der Elbe aufschlagen wird.

Erst nach dem Vormittagstraining direkt vor der Abreise entscheidet sich, ob der Trip für Sarah Petrausch Sinn ergibt. Die Angreiferin lag zuletzt krank flach, trainierte am Sonntag nur leicht auf dem Fahrrad. Ganz sicher dagegen fällt weiter Julia Schaefer aus, die muskuläre Probleme hat. „Es war klar, dass wenn wir sie herausnehmen, es länger dauert“, erklärt Büring. Und da auch Ashley Benson – die amerikanische Mittelblockerin knickte beim 0:3 beim Schweriner SC um – und Alisha Ossowski mit Sprunggelenksblessuren pausieren müssen, bleibt dem Amelsbürener ein Team mit nur sieben, maximal acht Spielerinnen. „Aber wir müssen damit klarkommen und stellen uns der Aufgabe. Wir haben eine Mannschaft geformt, die nicht aufgibt. Das hat man zuletzt in Schwerin gesehen“, meint Büring. Doch ob dieser Kampfgeist für eine Überraschung in Sachsen reicht, scheint angesichts der Vorzeichen eher unwahrscheinlich. Raushauen aber will der USC auch in Dresden, für das mit Louisa Lippmann und Laura Dijkema zwei Ex-Münsteranerinnen spielen, wieder alles, was der Akku nach sechs Partien in 13 Tagen hergibt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3043896?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F4847458%2F4847474%2F
Lehrermangel kommt auch in Münster an
Die meisten unbesetzten Stellen gibt es an Grundschulen. 
Nachrichten-Ticker