Volleyball: 3. Liga
USC-Männer tiefer denn je im Abstiehgskampf

Münster -

Mit dem 0:3 in Lintorf haben sich die Männer des USC Münster in große Not gebracht. Zwei Spiele stehen noch aus, eines muss das Team gewinnen. Wenn nicht, geht es hinunter in die Regionalliga.

Montag, 09.03.2015, 18:03 Uhr

So viel ist klar: Seit Samstag müssen sich die Männer des USC Münster endgültig Sorgen um den Klassenerhalt machen. Die 0:3-Niederlage beim Tabellennachbarn VfL Lintorf beschleunigte die Talfahrt der Volleyballer. Trainer Nils Kaufmann sprach danach vom „Tiefpunkt“. Zumindest tabellarisch ist dieser noch nicht erreicht: Aktuell hält weiter der ASC Göttingen die Rote Laterne.

Überschaubares Feld

Das Feld in der 3. Liga West ist überschaubar. Nur neun Teams kämpfen um Punkte und Platzierungen, das Schlusslicht steigt ab, so sind die Regeln. In Lintorf hätte sich der USC ans Ufer retten können. Das gelang nicht, nun steht ihm das Wasser bis zum Hals. Nur noch Lintorf (elf Punkte), Münster (zehn) und Göttingen (acht) werden vom Abstiegsgespenst gejagt, alle anderen sind raus. Pikant: Am letzten Spieltag hat Göttingen Heimrecht gegen Münster. Das kann ein Endspiel werden.

Heimspiel gegen Bonn

Göttingen hat in diesem Dreikampf die schlechtesten Karten. Die Niedersachsen pausieren am kommenden Wochenende, ihnen bleibt nur die letzte Chance am Schluss-Spieltag. Lintorf und Münster können noch zweimal punkten. Wobei Lintorf nur einen Zähler benötigt, um sich aus der Gefahrenzone zu verabschieden. Der USC indes braucht in jedem Fall noch einen Sieg. Sollte ihm dieser schon am Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Bonn (18 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) gelingen, würde er sich die Zitterpartie in Göttingen ersparen.

Kaufmann erwartet Showdown

Trainer Nils Kaufmann rechnet mit einem Showdown in Göttingen. „Bonn wird schwierig, zurzeit sehe ich das als Generalprobe.“ Am Willen, die Klasse zu halten, lässt Kaufmann keinen Zweifel. „Trainer und Mannschaft sind sich da einig: Der USC soll auch in der nächsten Saison Drittligist sein. Wir haben ja nicht ein Jugendteam aufgebaut und die zweite Mannschaft in­stalliert, um dann zu sagen: ,Dritte Liga wollen wir nicht‘“, so Kaufmann.

Fünfmal punktlos

Was die Männer leisten können, bewiesen sie Anfang des Jahres beim 3:1-Coup über Spitzenreiter Aachen. Danach allerdings ging nichts mehr. Fünfmal in Folge blieben die Münsteraner ohne Satzgewinn. Das tat richtig weh. Immerhin feierte die Mannschaft am Sonntag ein kleines Erfolgserlebnis. Im Finale des Bezirkspokals gewann sie gegen Regionalligist TSC Münster-Gievenbeck glatt 3:0.

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