Triathlon: Sieg in Amsterdam
Patrick Dirksmeier: „Keine Angst vor einer Blamage“

Münster -

Die Entscheidung, auf sein Heimspiel beim Sparda Münster City Triathlon zu verzichten, hat sich ausgezahlt. Beim Ican Amsterdam ließ er die gesamte Konkurrenz hinter sich und gewann in einer 3:45 Stunden über die Mitteldistanz – eine Top-Zeit.

Dienstag, 30.06.2015, 16:06 Uhr

Im zweiten Jahr laufen die Dinge viel, viel besser für Patrick Dirksmeier. Nun, ausgestattet mit einer Profi-Lizenz, feierte der 31-Jährige seinen vielleicht größten Erfolg. Der Athlet von Tri Finish Münster gewann die Triathlon-Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21,1 km Laufen) beim Ican Amsterdam nach 3:45 Stunden souverän. Hinter ihm lagen Olympia-Starter wie Edo van der Meer oder Robin Schneider (Gera), der zweimalige Amateur-Weltmeister auf der Mitteldistanz.

„Das war das beste Rennen als Triathlet überhaupt, das war schon eine Nummer“, sagte der zweifache Gewinner des Sparda Münster City Triathlons von 2010 und 2011. Als Dirksmeier sein Zeug in Amsterdam machte, da fand auch sein „Heimspiel“ in Münster statt. Dass er der Veranstaltung in der niederländischen Metropole den Vorzug gegeben hatte, machte sich bezahlt. Zur Auswahl stand auch noch der Wettkampf am Chiemsee, seine Entscheidung aber war genau richtig.

Starkes Schwimmen

Es war der perfekte Tag mit einem starken Schwimmen (22:22 Minuten), einem bärenstarken Radfahren (2:09,24 Stunden) und einem souveränen Lauf (1:10,14 Stunden). Gerade auf dem Rad legte er den Grundstein zum Sieg, die Laufstrecke dürfte einen Kilometer kürzer als angegeben gewesen sein – Dirksmeiers Erfolg schmälerte das nicht. „Vor drei, vier Jahren habe ich von so einer Leistung geträumt. Ja klar gibt mir das einen zusätzlichen Kick“, meint Dirksmeier. 1200 Euro beträgt das Preisgeld, mit dieser Leistung macht er sich zudem interessant für andere Veranstalter wie das Triathlon-Spektakel in Köln. Es läuft beim agilen Rechtsanwalt.

Am Mittwoch wird Dirksmeier mit seiner Trainerin Ute Mückel, die wesentlichen Anteil am Formanstieg trägt, die Leistung analysieren. Nun, so sagt er selbstbewusst, wisse man, dass er sich nicht verstecken muss bei einem Mitteldistanz-Wettkampf. Egal wo, egal gegen welche Konkurrenz auch immer. Dirksmeier: „Ich muss keine Angst haben, wenn ich an der Startlinie stehe, dass ich mich blamiere.“

Trainingsphase im August

Im August wird er eine Trainingsphase einlegen, der Wettkampf in Köln wird die nächste Herausforderung sein, dann steht die EM in Paguera (Oktober) auf dem Plan, ehe Dirksmeier entweder die Challenge Bahrein oder den Half-Ironman Florida (jeweils im November) bestreiten wird. Er will seine gute Form konservieren und möglichst lange ausnutzen, Motivationsprobleme kennt Dirksmeier nicht.

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