Volleyball: Bundesliga
USC verpflichtet Andrea Lakovic für die Mitte

Münster -

Neuzugang für den USC Münster: Vom TSV Powercats Düdingen kommt Andrea Lakovic zum Volleyball-Bundesligisten und soll dort die Lücke im Mittelblock schließen, die Wiebke Silge mit ihrem Wechsel zum SC Potsdam gerissen hatte. Lakovic ist 26 Jahre alt und Nationalspielerin Montenegros.

Montag, 03.08.2015, 10:08 Uhr

Andrea Lakovic (r.) verstärkt den USC im Mittelblock. Die 26-jährige montenegrinische Nationalspielerin kommt aus Düdingen.
Andrea Lakovic (r.) verstärkt den USC im Mittelblock. Die 26-jährige montenegrinische Nationalspielerin kommt aus Düdingen. Foto: Charles Ellena/Freiburger Nachrichten.ch

Nach dem überraschenden Abgang von Nationalspielerin Wiebke Silge zum SC Potsdam war der USC Münster gezwungen, im Mittelblock zu reagieren. Und nach sorgfältiger Sondierung des Marktes ist der Volleyball-Bundesligist fündig geworden und verpflichtete nun Andrea Lakovic vom Schweizer Erstligisten TSV Powercats Düdingen. „Andrea ist eine sehr athletische Spielerin, sie passt sehr gut in unser neues Konzept“, sagt USC-Coach Andreas Vollmer, der mit Münsters Vizepräsident Jürgen Schulz den Transfer eingefädelt hat.

Lakovic kam als Kind in ihrer Geburtsstadt beim VC Luka Bar zum Volleyball und wurde schon 2007 zur Nationalspielerin Montenegros. Die 26-Jährige bringt mit 1,85 Metern Gardemaß mit nach Münster und nimmt am Berg Fidel neben der Amerikanerin Ashley Benson und Leonie Schwertmann die dritte Position im Schnellangriff ein. 2008 wechselte sie aus ihrer Heimat in die amerikanische College-Liga zur Florida International University und wurde dort 2011 zur besten Blockerin der Liga.

Zuletzt im Cupfinale

Nachdem sie in den USA ihren Bachelor gemacht hatte, zog es Lakovic 2012 zurück nach Europa, wo sie mit Düdingen im CEV-Pokal spielte und zuletzt das Schweizer Cupfinale (0:3 gegen Volero Zürich) erreichte. „Andrea passt vom Typ her zu unserer Mannschaft und in unser Gebilde, sie wird diese Einheit sicher noch verstärken und hat uns direkt überzeugt“, erklärt Schulz, der mit Vollmer in den vergangenen Wochen den Kandidatenkreis von sechs auf zwei Spielerinnen verkleinert hatte. Den Zuschlag erhielt nach einem Besuch in Münster inklusive Probetrainings Lakovic, mit deren Verband der USC alle Formalitäten geregelt hat. Ihr Vertrag mit den Unabhängigen läuft zunächst über zwölf Monate. Ab der kommenden Woche, wenn Vollmer seine Schützlinge nach einer dreiwöchigen Pause zum zweiten Teil der Vorbereitung bittet, beginnt die Integration der Montenegrinerin, die fließend englisch, aber kaum deutsch spricht. In der Sprachschule Inlingua soll sie ihre Kenntnisse aufbessern. Dies sollte Lakovic, die in den USA und in der Schweiz als Teamplayer galt, schnell gelingen, glaubt auch USC-Präsident Jörg Adler. „Ich bin beeindruckt von ihrer sehr sympathischen und aufgeschlossenen Spielerpersönlichkeit“, so Adler, der sie vor der Verpflichtung kennenlernte.

Eine Zuspielerin fehlt noch

Lakovic ist der zweite externe Neuzugang des USC, der zuvor die tschechische Internationale Michala Kvapilova aus Potsdam verpflichtete. Damit bleibt eine Position im münsterischen Kader vakant. Eine zweite Zuspielerin, die mit Irina Kemmsies in der Zentrale walten soll, muss noch den Weg an den Berg Fidel finden. Doch auch in diesem Punkt scheint Münster in finalen Gesprächen zu sein.

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