Volleyball: Bundesliga
Die letzte USC-Planstelle ist besetzt – Zuspielerin Sa kommt

Münster -

Der USC Münster hat seine personellen Hausaufgaben früh und sorgfältig erledigt. Als zweite Kraft im Zuspiel kommt die Brasilianerin Amanda Ferreira Menezes Sa an den Berg Fidel. Die 32-Jährige soll mit ihrer Routine Irina Kemmsies unterstützen.

Mittwoch, 05.08.2015, 11:08 Uhr

Als zweite Kraft im Zuspiel soll Amanda Ferreira Menezes Sa (kl. Foto) die erst 19 Jahre alte Irina Kemmsies mit ihrer Erfahrung und Routine unterstützen.
Als zweite Kraft im Zuspiel soll Amanda Ferreira Menezes Sa (kl. Foto) die erst 19 Jahre alte Irina Kemmsies mit ihrer Erfahrung und Routine unterstützen. Foto: Jürgen Peperhowe

Als sich Andreas Vollmer vor knapp drei Wochen in die Pause zwischen dem ersten und zweiten Teil der Vorbereitung verabschiedet hatte, hatte er noch schnell seinen Wunschzettel an Jürgen Schulz abgegeben. Mit der Bitte, dass der Vizepräsident Sport des USC Münster diesen erfüllen möge. Gesagt, getan. Denn seit Mittwoch ist der Kader des Volleyball-Bundesligisten komplett, Amanda Ferreira Menezes Sa als zweite Zuspielerin nimmt die letzte Planstelle ein. „Andreas hat es richtig gemacht. Er ist in den Urlaub gefahren und hat mir die Arbeit da gelassen“, sagt Schulz im Spaß.

Vollmers Wunschkandidatin

Nach getaner Arbeit herrscht neben der Aufbruchstimmung auch gute Laune rund um den Berg Fidel. Denn nach der Verpflichtung von Mittelblockerin Andrea Lakovic kommt nun mit Sa die nächste Wunschkandidatin Vollmers zum USC. Die 32 Jahre alte Brasilianerin mit portugiesischem Pass soll mit ihrer Routine die 13 Jahre jüngere Irina Kemmsies in der Schaltzentrale unterstützen. „Amanda ist die richtige Ergänzung für Irina, die von ihrer großer Erfahrung sehr profitieren soll. Amanda will und wird Irina fördern, aber auch fordern. Genau deswegen haben wir sie verpflichtet. Prima, dass das so geklappt hat“, erklärt Schulz, der auf der Fahndung nach einer passenden Ergänzung zu Kemmsies zahlreiche Kandidatinnen im Visier hatte. „Wir haben uns mit vielen ausgetauscht. Aber für unser Konzept im kommenden Aufbaujahr passt Amanda vom Alter und der Erfahrung her am besten. Nun können wir Irina die Chance geben, ihre Chance zu ergreifen“, erklärt Schulz.

Im Alter von zwölf Jahren begann Sa bei ihrem Stammverein Mackenzie Esporte Clube ihre Volleyball-Karriere, die seit 2004 ununterbrochen in Europa fortsetzte. So spielte die 1,79 Meter große Regisseurin für Boavista Porto und wurde mit CS Madeira mehrfach Meister und Pokalsieger. Erfolge, die sie mit C.D. Ribeirense wiederholte – und dabei zur besten Zuspielerin Portugals und drittbesten Aufschlägerin der Liga avancierte. Nach einer Babypause – die Brasilianerin bringt ihren Ehemann und Volleyball-Coach André sowie ihr Kind mit nach Münster – heuerte Sa 2013 beim norwegischen Serienmeister Stod Volley an und war erneut beste Stellerin der Spielklasse.

Letzte Personalie

Die Verpflichtung von Sa war der letzte Akt im Umbruch, der beim USC mit der Neubesetzung des Trainerpostens begann. „Ich bin froh, dass die umfangreiche Personalplanung nun abgeschlossen ist und dank zusätzlicher Quellen im Sponsoring auch Top-Spielerinnen verpflichtet werden konnten. Das sind wir der Mannschaft, aber auch den Zuschauern schuldig“, so Präsident Jörg Adler, der nun dem Saisonstart am 18. Oktober gegen den Deutschen Meister Dresdner SC entgegenfiebert.

Ab Montag bereitet Vollmer sein Team auf seine erste Spielzeit am Berg Fidel vor, kann dabei mit dem nahezu kompletten Kader arbeiten. Einzig hinter dem Kommen von Michala Kvapilova steht noch ein Fragezeichen, derzeit weilt die Angreiferin noch bei der tschechischen Nationalmannschaft. Ob die 25-Jährige dann zum EM-Aufgebot ihres Heimatlandes gehören wird, entscheidet sich in diesen Tagen. So oder so, Vollmers Wunsch, die Mannschaft geschlossen beisammen zu haben, hat sich erfüllt. Die Arbeit kann jetzt richtig beginnen.

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