Beachvolleyball: Westdeutsche Meisterschaften in Werl
Tillmann/Schrieverhoff siegen in Werl

Münster -

Überraschend hat Cinja Tillmann mit Silke Schrieverhoff die Westdeutschen Meisterschaften im Beachvolleyball gewonnen – ohne vorher gemeinsam trainiert zu haben, bestand das neu zusammengewürfelte Team die Feuerprobe. Das topgesetzte Duo Jan Romund/Paul Becker hingegen musste im Halbfinale die Segel streichen und gewann am Ende Bronze.

Sonntag, 30.08.2015, 20:08 Uhr

Ausgelassene Freude: Cinja Tillmann bejubelt ihren dritten Titel bei den WDM in Werl. Ihre Partnerin Katharina Schillerwein (rechts) pausierte an diesem Wochenende.
Ausgelassene Freude: Cinja Tillmann bejubelt ihren dritten Titel bei den WDM in Werl. Ihre Partnerin Katharina Schillerwein (rechts) pausierte an diesem Wochenende. Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel

Das Fazit der münsterischen Teams nach den Westdeutschen-Beachvolleyballmeisterschaften in Werl hätte unterschiedlicher nicht sein können. Nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet hatte das kurzerhand zusammengefundene Team mit Cinja Tillmann und Silke Schrieverhoff. Fest eingeplant hatten den obersten Podestplatz hingegen Jan Romund und sein Partner Paul Becker. Am Ende gewannen Tillmann/Schrieverhoff, während sich Romund/Becker mit Bronze begnügen müssen.

„Da gibt es nichts schönzureden“

„Da kann man leider nix schönreden“, sagte Romund zerknirscht. „Wir haben einen sehr guten ersten Tag erwischt. Das lief wirklich gut.“ Ausgerechnet im gestrigen Halbfinale erwischten beide ihren Saisontiefpunkt. „Ich glaube, so schlecht haben wir das ganze Jahr noch nicht gespielt. Wir haben viel versucht, nichts hat so richtig geklappt“, ärgert sich Romund. Umso bitterer für das topgesetzte Duo, weil es im Halbfinale keine Chance gibt, sich über die Trostrunde weiterzuspielen. Einzig die Reaktion ließ ihn dann doch ein versöhnliches Fazit ziehen. „So ein Spiel um Platz drei ist auch immer eine Charakterfrage. Wir haben schnell aus unseren Fehlern gelernt und die richtige Reaktion gezeigt. Es fühlt sich natürlich besser an, das Turnier mit einem Sieg beendet zu haben.“

Hier und da Sand im Getriebe

Gleichermaßen überrascht wie zufrieden zeigte sich Cinja Tillmann. Da ihre angestammte Partnerin Katharina Schillerwein nach dem Grand Slam in Polen pausieren sollte, lief die Abwehrspezialistin mit Silke Schrieverhoff (SnowTrex Köln) auf – deren Partnerin Marina Wagner wiederum verletzt war. „Wir haben es unter der Woche nicht geschafft, zusammen zu trainieren, umso erfreulicher ist es natürlich, dass wir so gut harmoniert haben.“ Wenngleich die Münsteranerin anmerkt, dass man es an der einen oder anderen Stelle gemerkt habe, dass ein bisschen Sand im Getriebe sitzt.

Im Finale besiegten sie das an sechs gesetzte Team Ferger/Freudenhammer mit 2:0 (21:12, 21:18). Nur einen Satz gab das Duo im Turnierverlauf ab und sicherte sich gleichermaßen verdient wie überlegen den Titel in Werl.

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