Beachvolleyball: Deutsche Meisterschaften
Tillmann/Schillerwein mehr als ein Außenseiter-Tipp

Münster -

Mit fünf Erfolgen auf der Smart-Beach-Tour haben sich Cinja Tillmann vom USC Münster und Katharina Schillerwein zu Mitfavoriten für die DM in Timmendorfer Strand aufgeschwungen. Dort ist auch Kim Behrens (USC) am Ball, ebenso wie das TSC-Duo Jan Romund/Paul Becker.

Mittwoch, 09.09.2015, 14:09 Uhr

Reichlich Grund zum Jubeln hatten Cinja Tillmann (l.) und Katharina Schillerwein im Sommer 2015. Daher ist das Duo bei der DM in Timmendorder Strand auch ein Mitfavorit.
Reichlich Grund zum Jubeln hatten Cinja Tillmann (l.) und Katharina Schillerwein im Sommer 2015. Daher ist das Duo bei der DM in Timmendorfer Strand auch ein Mitfavorit. Foto: Hoch Zwei

Drei Jahre ist es her, dass letztmals ein münsterisches Duo im Beachvolleyball-Mekka in Timmendorfer Strand bei den Deutschen Meisterschaften Edelmetall gewann. Damals waren es überraschend Cinja Tillmann ( USC Münster ) und Teresa Mersmann (jetzt Bayer Leverkusen), die bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt das kleine Finale für sich entschieden – und dafür Bronze bekamen.

Konstante Leistungen

Damals war es eine faustdicke Überraschung, bei den diesjährigen Titelkämpfen dagegen gehört die 24-jährige Tillmann mit der vier Jahre älteren Katharina Schillerwein (VC Bottrop 90) nicht unbedingt zu den Außenseiter-Tipps. Zu gut und konstant waren die Leistungen des Paares, das in dieser Saison mit fünf Siegen auf der Smart-Beach-Tour den Rekord von Maike Friedrichsen/Danja Müsch aus dem Jahr 2001 einstellten. Diese Tatsache ist natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben, so hat etwa die fünfmalige Deutsche Meisterin Laura Ludwig das Duo auf dem Radar. „Schillerwein/Tillmann haben einfach mal fast jedes Turnier gewonnen“, sagt Ludwig, die mit Kira Walkenhorst (beide Hamburger SV) top-gesetzt und wie die anderen drei Nationalteams meist international anstatt auf der deutschen Serie unterwegs ist.

Kein Druck

Von der Rolle als Mitfavorit aber wollen sich die an Position vier gelisteten Shootingstars nicht unter Druck setzen, sondern sich lieber von ihrer bislang so erfolgreichen Strategie nicht abbringen lassen. „Wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel. Damit sind wir bislang bestens gefahren“, sagt Tillmann, die mit ihrer Blockpartnerin am Donnerstag in Runde eins auf Anna Behlen (SC Strande)/Katharina Culav (HSV) trifft.

Im Falle eines Sieges könnte es zu einem Duell mit der zweiten USC-Spielerin im Feld kommen. Doch auf Kim Behrens wartet an der Seite von Jenny Heinemann (VfL Weimar 90) gleich eine schwere Aufgabe. Zum Auftakt muss Behrens, die am 22. September 23 Jahre alt wird, gegen Victoria Bieneck und Julia Großner (Berlin Recycling Volleys) antreten – und die stehen in der Setzliste direkt hinter Schillerwein/Tillmann.

TSC-Duo mit Durchhänger

Ihren Durchhänger hoffen Paul Becker und Jan Romund (TSC Gievenbeck) passend zur DM zu überwinden. Nicht frei von kleineren Blessuren verliefen die letzten drei Turniere nicht optimal, so gab es bei den Westdeutschen Meisterschaften vor zwei Wochen statt des Titels nur den dritten Platz. „Wir hatten ein kleines Tief, was normal ist während einer Saison. Dass wir es aber vor dem Höhepunkt hatten, ist nicht so schön. Jetzt jedoch fühlen wir uns wieder fit und haben in den letzten Tagen gut trainiert“, sagt Becker. Als Ziel peilt das Duo einen Platz unter den Top Ten an, dafür muss in den ersten beiden Partien ein Sieg her – am besten schon in Runde eins gegen die Zwillinge Bennet und David Poniewaz (KMTV Eagles Kiel), die als Nummer sechs der Setzliste fünf Positionen höher angesiedelt sind. „Die Saison hat gezeigt, dass viele Teams sehr eng beieinander liegen. Viel hängt von der Tagesform ab, oft entscheiden Kleinigkeiten“, meint Romund, der im Vorjahr mit Becker nach zwei Niederlagen Platz 13 belegte. Diesmal darf es gerne mehr sein.

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