Beachvolleyball: Deutsche Meisterschaften
Romund und Becker zufrieden, Behrens vor dem Abflug

Münster -

Ganz unterschiedlich fällt das Saisonfazit der Beachvolleyballer aus Münster aus. Jan Romund und Paul Becker (TSC Gievenbeck) können mit dem Erreichten bestens leben. Kim Behrens (USC) dagegen war enttäuscht über die fehlende Kontinuität und dürfte den Standort Münster verlassen.

Dienstag, 15.09.2015, 14:09 Uhr

Ein zufriedenes Fazit zogen Paul Becker (v.) und Jan Romund nach der Saison 2015.
Ein zufriedenes Fazit zogen Paul Becker (v.) und Jan Romund nach der Saison 2015. Foto: HochZwei

Etwas im Schatten von Cinja Tillmann ( USC Münster ), die mit Katharina Schillerwein (VC Bottrop) auf der Smart-Beach-Tour fünf Turniersiege feierte, standen im Sommer mit Kim Behrens (USC) sowie dem Duo Paul Becker/ Jan Romund (TSC) die weiteren Beachvolleyballer Münsters. Ihr Resümee fällt beim Blick in den Rückspiegel unterschiedlich aus, zumindest das Herren-Team geht mit einem positiven Gefühl aus der Saison.

DM-Quali nie in Gefahr

Platz neun bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand bekräftigte den Eindruck, den Becker/Romund in ihrem zweiten gemeinsamen Jahr hinterlassen haben. Die Qualifikation für die DM war nie in Gefahr, spielerisch und taktisch entwickelte sich das Duo weiter. Sehr konstant präsentierte sich das Team, das mit Platz zwei in Jena sein Top-Resultat hatte. „Wir hatten in diesem Jahr deutlich mehr Stabilität in unserem Spiel und haben aus einer vermeintlich schlechten Ausgangsposition nach einem bescheidenen Jahr 2014 viel gemacht“, sagt Romund, der aber noch Luft nach oben sieht. „Wir sind uns einig, dass wir noch nicht am Ende sind und noch einiges besser machen können“, so Romund, der auch 2016 auf der Tour mitmischen will. Vorausgesetzt, die schwierige Suche nach Sponsoren ist erfolgreich.

Schwieriger Sommer

Ganz anders fällt der Rückblick von Kim Behrens aus. Schon vor der Saison war der USC-Beacherin klar, dass ein schwieriger Sommer auf sie wartet. Denn ohne feste Partnerin war die 22-Jährige eine Art Lückenbüßerin, nach wechselnden Mitspielerinnen fand sie erst zum Ende der Saison in Jenny Heinemann (Weimar) eine Mitstreiterin. „Dieses Jahr lief ganz anders für mich als die vorherigen. Ich hatte keinen Coach und keine regelmäßige Trainingsgruppe. Das erschwert es und macht es mental nicht einfacher, wenn du weißt, dass du nicht top-vorbereitet bist“, sagt Behrens, die ihren Mut dennoch nicht verloren hat. Im Sommer 2016 will sie wieder angreifen und nimmt dafür einen Standortwechsel in Kauf. „Ich empfinde es als nötig, Münster zu verlassen. Das ist unumgänglich, wenn ich meine Ziele erreichen will.“ Stuttgart könnte ihre neue Heimat werden. Als kurzfristige Herausforderung könnte auf Behrens die Türkei warten. Für die Antalya Open hat sie mit Anna Behlen (SC Strande) gemeldet, die sich von Katharina Culav (Hamburger SV) getrennt hat. Vielleicht ist Behlen für die DM-Neunte („Das war ein versöhnlicher Abschluss.“) ja eine Option für die Zukunft.

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