Handball: Stadtmeisterschaft
Westfalia verhindert mit 15:9-Finalesieg Nullachts Hattrick

Münster -

Westfalia Kinderhaus durfte sich am Samstag nicht nur als hervorragender Ausrichter der Stadtmeisterschaft feiern lassen, sondern vor allem als sportlicher Sieger. Im Finale gewann der Landesligist mit 15:9 gegen den SC Münster 08.

Sonntag, 03.01.2016, 16:01 Uhr

Die Nummer eins in der Stadt: Westfalia Kinderhaus holte zum dritten Mal den Titel, im Finale gewann der Landesligist mit 15:9 gegen den SC Münster 08 – Rang drei ging an Sparta Münster.
Die Nummer eins in der Stadt: Westfalia Kinderhaus holte zum dritten Mal den Titel, im Finale gewann der Landesligist mit 15:9 gegen den SC Münster 08 – Rang drei ging an Sparta Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Trainer dirigierte seine nahezu komplette Kapelle so engagiert wie im Ligabetrieb. Bei allem Spaß – so viel Ernst musste sein. Slawomir Cabon steuerte die Landesliga-Erste von Westfalia Kinderhaus bei seinen zunächst letzten Stadtmeisterschaften vor dem Wechsel zum ASV Senden als verdienten Gewinner ins Ziel. Zum dritten Mal nach 2011 und 2013 bleibt der Wanderpokal also beim Ausrichter des Forum-Optik-Wettbewerbs.

Mit dem 15:9 (5:4) im Finale über den Bezirksliga-Ersten SC Münster 08 verhinderte die Westfalia den ersten Hattrick eines Clubs. Die zuletzt zweimal nacheinander erfolgreichen Nullachter kamen über die 4:1-Führung zwar besser in Tritt, aber mit dem imponierenden 9:0-Lauf drehte Kinderhaus unwiderstehlich, weil homogen und kraftvoll, den Spieß um. „Respekt, die haben ja kaum Fehler gemacht“, sagte der für Nullacht als Trainer aktive Thomas Paus, den sich die Männer wie im Vorjahr vom Frauen-Team des Clubs „ausgeliehen“ hatten, um das Fehlen von Coach Björn Hartwig aufzufangen. „Wir haben uns im Turnier deutlich gesteigert, aber im Finale war eben Schluss damit“, bilanzierte Paus und gab den Pott wieder ab.

Frühes Aus für HSG

110 Minuten absolvierten die Finlaisten an diesem anstrengenden Tag – wer mit einem großen Kader anrückte, war klar im Vorteil. Die HSG Gremmendorf/Angelmodde bot nur wenige Landesliga-Spieler auf und scheiterte wie der BSV Roxel, Adler Münster und die Westfalia-Zweite. „Nur unser Start war stockend, aber es wurde immer besser – am Ende waren wir auch clever“, lobte Cabon die 14-köpfige Sieger-Riege, die Torwart Leon Bolg aus der Zweiten zwischendurch ergänzte. „Ich freue mich für diejenigen, die das hier alles auf die Beine stellen. Für diese Clique haben wir den Pokal geholt“, überreichte Cabon, bevor er noch auf dem Feld unter die Mineralwasserdusche gestellt wurde, schon ein Abschiedsgeschenk an die Fleißigen. Mit Georg Janzing schuftete der ortsansässige Physiotherapeut ehrenamtlich für alle Lädierten, mit Waldemar Wieczorek war gar der Vereinschef im Wischdienst.

Nach den Gruppenspielen warf Westfalia im Halbfinale den beachtlichen Kreisliga-Zweiten Sparta mit 14:9 raus, den Co-Trainer Peter Onnebrink betreute. „Unsere Mischung aus Erster und Zweiter hat gut funktioniert“, lobte er und schrieb sich zum Jahresstart ein Ziel fest. Den Bezirksliga-Aufstieg. „Wir haben den Anspruch, und der Kader hat die Klasse.“

Drei Fragen an Westfalia-Abteilungsleiter Daniel Vaegs

Hat sich die ganze Arbeit gelohnt?Vaegs: Auf jeden Fall! Es sind rund 300 Zuschauer gekommen, die Leute hatten ihren Spaß, und die Handball-Szene hat sich gut unterhalten. Von zehn Vereinen, die hätten mitmachen können, fehlten nur der SV Mauritz und die HSG Preußen/Borussia.Das heißt, es geht weiter in 2017?Vaegs: Davon gehe ich doch stark aus. Der Wettbewerb wird gut angenommen, und es bleibt unser Ziel, ihn richtig zu etablieren. Alle wissen ja vorher, dass es hier kein Geld zu gewinnen gibt, sondern nur den Wanderpokal des Sportamtes.Wie weit sind Sie bei der Trainersuche?Vaegs: Eike Siering als Seniorenwart und ich haben ein paar Kandidaten ausgespäht und führen Gespräche. Es gibt einige, die sich interessieren. Ich denke, wir kommen noch in diesem Monat zur Entscheidung, wer Slawomir Cabons Nachfolger wird.

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Von der Bezirks- in die Landesliga stürmen kann Eintracht Hiltrup, Halbfinalverlierer gegen Nullacht (11:14). Trainer Martin Halfmann war schon weg, als der aktuell verletzte Spieler Daniel Hartelt die Truppe betreute, die aus einem 4:0-Vorsprung kein Kapital schlug. Der Publikumspreis, wenn es den gegeben hätte, wäre der Eintracht sicher gewesen – ihre Fans machten die meiste Stimmung.

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