Die Ruhe vor dem Sturm
46. Frühjahrsregatta lockt die Rudernation auf den Aasee

Münster -

Es herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Am Freitagnachmittag liegt der Aasee still und verlassen da, einige Enten ziehen ungestört ihre Kreise – und nichts deutet darauf hin, dass an diesem Wochenende noch reichlich Bewegung in das stille Wasser kommen wird. Fast nichts. Aufmerksamen Beobachtern dürften die Hundertschaften von orangefarbenen Bojen nicht entgangen sein, die sich in Reih und Glied über den Aasee ziehen und an diesem Wochenende nahezu rund um die Uhr Hunderten von Ruderbooten den Weg vorgeben.

Freitag, 22.04.2016, 16:04 Uhr

Eine Hundertschaft von orangen Bojen markiert die Strecke auf der an diesem Wochenende 710 Ruderboote ihren Weg über den Aasee nehmen
Eine Hundertschaft von orangen Bojen markiert die Strecke auf der an diesem Wochenende 710 Ruderboote ihren Weg über den Aasee nehmen

Am Samstag fällt um 10 Uhr der erste Startschuss zur 46. Frühjahrsregatta , die traditionell vor allem den Junioren, aber auch den Routiniers als erster echter Gradmesser für die bevorstehende Rudersaison dient. Für beide Wettkampftage haben 710 Boote gemeldet, in denen 1500 Ruderplätze zu besetzen sind. 60 Vereine aus ganz Deutschland sind vertreten, die um 90 Siegerplätze streiten.

Der Regattaverein Münster hat einmal mehr eine kleine Armee von Freiwilligen zusammengetrommelt, um das Mammutevent in gewohnter Qualität über die Bühne bringen zu können. 170 Helfer aus den beiden angeschlossenen münsterischen Vereinen sorgen für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung – haben aber beim Heimspiel in der Aasee-Arena auch nichts zu verschenken. In 81 der 90 Wettbewerbe sind Boote vom ARC Münster und vom RV Münster am Start. Beide Clubs haben sich für die anstehende Saison viel vorgenommen und wollen vor allem auf dem heimischen Aasee eine erste Duftmarke hinterlassen.

Nach einem starken Auftakt vor Wochenfrist bei den Kleinbootmeisterschaften der A-Junioren in Köln geht der Ruder-Nachwuchs aus Münster mit großen Ambitionen an den Start. Dabei machen die Trainer von ARC und RVM gemeinsame Sache – und ihre Schützlinge sitzen teilweise im selben Boot. So starten beispielsweise Ben Schippers und Sänke Kruse (RVM) gemeinsam mit Tristan Prange im gesteuerten B-Jugend-Vierer, der komplettiert wird von Noah Dröge aus Hamm. Das Quartett bildet anschließend auch eine Hälfte des Juniorenachters gemeinsam mit dem Bessel-Ruder-Club aus Minden. Auch im Leichtgewichtsvierer der Junioren ziehen ARC und RVM gemeinsam am Riemen. Max Micus, Josef Schubert und Bennet Pennekamp vom RVM gehen mit ARC-Mann Luca Frankenstein an Bord.

Für Spannung auf dem Wasser ist also gesorgt, für den passenden Rahmen am Ufer sorgt der Regattaverein, der Ruderfreunden und flanierenden Zufallsbekanntschaften zwei ereignisreiche Tag am Aasee bescheren will. Alle Rennen werden live kommentiert, die Kalorien, die von den Athleten auf dem Wasser verbrannt werden, können von den Besuchern an Land an diversen Verpflegungsstationen nachgeladen werden.

Los geht es am Samstag um 10 Uhr, der Sonntag ist etwas für Frühaufsteher, dann werden um 8.30 Uhr die ersten Boote ins Rennen geschickt. Für Athleten und Zuschauer ist gegen 16 Uhr Feierabend, für den Regattaverein und seine freiwilligen Helfer beginnt dann die Zusatzschicht, damit am Montag wieder Ruhe auf dem guten alten Aasee einkehren kann.

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