Fußball: Kreisliga A
Aasee verliert Entscheidungsspiel gegen Sendenhorst und Stemmerich

Ostenfelde -

Die erste Chance hat BW Aasee verstreichen lassen. Der Meister der Kreisliga A2 verlor das Entscheidungsspiel gegen die SG Sendenhorst in Ostenfelde durch einen umstrittenen Elfmeter mit 0:1 und zudem Mittelfeldchef Enno Stemmerich durch eine Rote Karte. Dabei waren die Münsteraner das etwas bessere Team.

Dienstag, 31.05.2016, 22:05 Uhr

Sendenhorst jubelt, Aasees Alexandros Chouliaras liegt zerknirscht am Boden. Während des Spiels – im kleinen Bild grätscht David Roesmann SGS-Akteur Kirill Bassauer ab – hatten die Münsteraner leichte Vorteile.
Sendenhorst jubelt, Aasees Alexandros Chouliaras liegt zerknirscht am Boden. Während des Spiels – im kleinen Bild grätscht David Roesmann SGS-Akteur Kirill Bassauer ab – hatten die Münsteraner leichte Vorteile. Foto: Rene Penno

Der ehemalige Verbandsliga-Schiedsrichter und heutige Trainer von BW Aasee, Costa Fetsch, verstand am Dienstagabend die Welt nicht mehr. „Du kannst einen solchen Elfmeter nur geben, wenn du dir absolut sicher bist. Und es war kein Elfmeter. Besser kannst du es gar nicht verteidigen“, sagte er nach der Szene, die im Entscheidungsspiel um den direkten Aufstieg in die Bezirksliga den Ausschlag gegeben hatte. Aasee unterlag der SG Sendenhorst mit 0:1 (0:0) und muss nachsitzen, um als Meister der Kreisliga A2 auch eine Spielklasse höher zu springen.

Die 88. Minute einer über weite Strecken wenig emotionalen Partie war das heiß diskutierte Thema in Ostenfelde: Sendenhorsts Julian Methling eilte mit Ball in den Strafraum. BWA-Verteidiger Jens Brüninghoff war im Tempo-Nachteil, dafür rauschte sein Kompagnon Gerrit Borgers heran und setzte zur Grätsche an. „Er spielt ganz klar den Ball“, sagte Brüninghoff hinterher und reihte sich in die Fetsch-Meinung ein. Referee Jürgen Meller sah das anders und gab den Strafstoß, den Methling sicher verwandelte.

Von diesem Schock erholten die Münsteraner sich nicht mehr. Brüninghoffs Schuss aus dem Gewühl prallte ab (90.+1), beim folgenden Sendenhorster Konter leistete sich Enno Stemmerich eine Tätlichkeit gegen Nikita Bassauer, die Meller mit Rot ahndete. „Dass wir Enno verlieren, ist mal ganz ganz bitter“, meinte Fetsch mit Blick auf die kommende zweite Aufstiegschance in der Relegation gegen den SuS Stadtlohn II oder Union Lüdinghausen. In der Beurteilung dieser Aktion machte der Coach Meller keinen Vorwurf, weil der nur Stemmerichs Vergehen, nicht aber das ursprüngliche Treten von Bassauer wahrgenommen hatte. Nach vier Minuten Nachspielzeit war Schluss, und Aasee guckte zu, wie Sendenhorst jubelte. „Da könnten wir jetzt stehen“, seufzte Brüninghoff im Moment der großen Enttäuschung. So richtig schmerzhaft war diese Niederlage vor allem, weil BWA den Gegner bis zum Strafstoß komplett im Griff hatte. „Die bessere Mannschaft hat verloren“, sagte Fetsch mit Blick auf den Spielverlauf. Stürmer Torben Bucksteeg stellte Sendenhorst immer wieder vor Probleme. Nachdem er bereits im ersten Durchgang drei Abschlüsse verzeichnet hatte, vergab der Saison-Torschützenkönig die beste Chance in der 55. Minute: Seinen Kopfball aus gut vier Metern parierte SG-Keeper René Bisplinghoff mit einem Blitz-Reflex. Danach fehlte einer starken Aasee-Mannschaft in einigen Momenten die Kraft und in jener 88. Minute das Glück. Auch wenn noch nichts verloren ist.

BWA: Cordes - J. Kampschulte, Roth (90. Uphues), Brüninghoff, Borgers - T. Kampschulte (39. Streif/86. Möller), Roesmann, Stemmerich, Chouliaras - Bucksteeg, Sandner

So haben unsere Kollegen vom Heimspiel die Partie gesehen in ihrem Liveblog

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