Rudern: Deutsche U-23- und U-19-Meisterschaften
RVM-Crew ist heiß auf Medaillen in Hamburg

Münster -

Ab Donnerstag stehen die Deutschen Meisterschaften der Nachwuchs-Ruderer in Hamburg an. Auch zahlreiche Münsteraner sind am Start und haben sich vorgenommen, möglichst viele Podestplätze zu ergattern. Zudem geht es um die Qualifikation für anstehende Weltmeisterschaften.

Dienstag, 21.06.2016, 17:06 Uhr

Henri Schwinde (r.), hier mit seinem Krefelder Partner Konstantin Nowitzki, hat seinen Startplatz bei der Junioren-WM bereits sicher.
Henri Schwinde (r.), hier mit seinem Krefelder  Partner Konstantin Nowitzki, hat seinen Startplatz bei der Junioren-WM bereits sicher. Foto: Maren Derlien

Auf fünf Regatten im Frühjahr haben die Sportler des RV Münster verschiedene Besetzungen ausgetestet und die Konkurrenz beäugt. Doch das ist nun vorbei. Wenn am Wochenende in Hamburg das Startsignal ertönt, heißt es nur noch: Vollgas geben. Bei den Deutschen Meisterschaften der U 19 und U 23 geht es nicht nur um Medaillen, sondern auch um die Nominierungen für die WM.

Ein Duo hat dabei ohnehin beste Aussichten. Henri Schwinde hat in dieser Saison den Skullbereich der U 19 deutlich dominiert. Felix Brummel hat bei den leichtgewichtigen U-23-Riemenruderern gemeinsam mit Alexander Diedrich aus Treis-Karden im Zweier angegriffen. „Die Kombination erwies sich als Glücksgriff und ist – zumindest im nationalen Vergleich – bislang ungeschlagen“, so Trainer Thorsten Kortmann. Beide haben ihre Plätze bei der Junioren- respektive U-23-WM damit sicher. Brummel konnte sich seine Bootsklasse bereits aussuchen und wird im Vierer antreten. Neben Diedrich gehört das Berliner Duo Fabio de Oliveira/ Hendrik Kaltenborn zur DRV-Crew. Ungeachtet dessen ist es Ehrensache, dass der Vierer zuvor bei der DM Gold holt. Schwinde versucht derweil, den Titel und die direkte Nominierung im Zweier mit dem Krefelder Konstantin Nowitzki zu gewinnen. Zudem wollen die zwei Athleten aus Münster weitere erste Plätze holen: Schwinde im Vierer, Brummel im Zweier und Achter.

Gute Titelchancen

Auch die übrigen der insgesamt 16 RVM-Starter haben Edelmetall beim Saisonhöhepunkt im Visier. Ole Kruse, Yannik Sacherer , John Heithoff und Mika Kohout vertreten den blauen Stern in der U-19-Riemenklasse. Gemeinsam starten sie im gesteuerten Vierer und in zwei Achtern. Trainer Marc Rossmeier sagt: „Kohout und Heithoff haben zuletzt im Zweier nicht ihre volle Leistung abgerufen und müssen sich mit dem zweiten NRW-Auswahlboot begnügen. Aufgrund einer konstant guten Saisonleistung sitzen Kruse und Sacherer im ersten Achter und haben gute Chancen auf den Titel. Und im Vierer wird es wohl eine knappe Entscheidung.“ Sein Ziel: Alle vier sollen sich für eine WM-Nominierung empfehlen.

Die Nachwuchscrew Josef Schubert, Maximilian Micus und Bennet Pennekamp versucht mit Luca Frankenstein vom ARC Münster ihr Glück im Riemenvierer der Leichtgewichtsklasse (U 19). Außerdem starten sie im Achter in einer Renngemeinschaft mit süddeutschen Kollegen. „Wir versuchen aufs Treppchen zu fahren. Und im Achter halte ich eine Medaille für realistisch“, so Trainer Mario Acosta Dominguez.

Joker Kruse

Einen Joker bringt der RVM mit Ida Kruse ins Spiel: Die U-23-Athletin ist erst vor wenigen Wochen von einem Auslandsstudium in Ohio zurückgekehrt. Dort hatte sie erfolgreich im Uni-Achter gerudert und konnte somit in Deutschland sofort wieder einsteigen. Kruse startet in Hamburg im Vierer und im Achter. „Eine Medaille zu holen, wäre grandios. Auch eine WM-Nominierung halte ich für möglich. Aber soweit denke ich gerade noch gar nicht“, so die Rückkehrerin.

Außerdem dabei sind aus RVM-Sicht in der U-23-Klasse Luisa Neerschulte im Einer, Zweier und Vierer sowie Richard Bensmann und Maximilian Wagner im Vierer und Achter. Die U-17-Ruderer Sönke Kruse und Ben Schippers starten im Vierer und Achter. Joscha Feder geht mit dem Mindener Daniel Makschakow im leichten Doppelzweier ins Rennen. „Wenn die beiden einen guten Tag haben, ist sogar das Podium drin“, so Coach Acosta Dominguez.

Am Donnerstag und Freitag sind die Athleten in Vor- und Hoffnungsläufen gefordert. Samstag und Sonntag stehen dann die Halbfinals und die Finalrennen auf dem Programm. Kortmann: „Besonders gespannt bin ich auf Sacherer und Micus. Sie werden seit einigen Monaten durch das Sportinternat Münster unterstützt und haben sich dadurch sportlich sehr positiv entwickelt.“

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