Volleyball: 3. Liga
Coup des TSC Münster-Gievenbeck: Axel Büring ist der Trainer

Münster -

Er ist wieder da und wieder verantwortlich: Axel Büring, langjähriger Bundesligatrainer beim USC Münster, übernimmt ein Jahr nach dem Aus in Berg Fidel zur kommenden Spielzeit die Drittliga-Männer des TSC Münster-Gievenbeck. Der Routinier und der Kader freuen sich auf die Zusammenarbeit, die ein Projekt stärken soll.

Donnerstag, 23.06.2016, 21:06 Uhr

Als Strahlemänner ins Training unter dem neuem Coach Axel Büring (untere Reihe, Mitte) gehen die TSC-Volleyballer. Nils Lydorf (r. neben Büring) hat die Personalie eingefädelt und auch Christoph Bielecki (im weißen Hemd) von Sponsor Swiss Life Select vom Projekt begeistern können. 
Als Strahlemänner ins Training unter dem neuem Coach Axel Büring (untere Reihe, Mitte) gehen die TSC-Volleyballer. Nils Lydorf (r. neben Büring) hat die Personalie eingefädelt und auch Christoph Bielecki (im weißen Hemd) von Sponsor Swiss Life Select vom Projekt begeistern können.  Foto: Jürgen Peperhowe

Den Mann in einer Halle anzutreffen, in der ein Volleyballnetz hängt, ist beileibe kein ungewohntes Bild. Das aber wird außergewöhnlich, wenn man Axel Büring in der Gievenbecker Mosaikschule sieht. Hier trainieren die Drittliga-Männer des TSC Münster-Gievenbeck, dessen Verantwortliche es tatsächlich geschafft haben, den bald 49 Jahre alten ausgewiesenen Experten als Coach zu verpflichten. Zunächst für ein Jahr.

Seit dem 1. Mai ist Büring selbstständig und viel unterwegs. Wer auf eigenen Beinen stehen muss, macht größtmögliche Flexibilität zur Tugend. „Ich habe hier etwas vorgefunden, das mich sehr reizt“, sagte der Mann, der rund 20 Jahre lang erstklassig gearbeitet hat und das Gesicht des USC Münster in der Damen-Bundesliga war. Bekanntlich trennten sich im Vorjahr die Wege. Nur selten war Büring hernach in Berg Fidel unter den Zuschauern zu finden. Er hat aktive Fort- und Weiterbildung betrieben, Bewerbungen geschrieben und Beachvolleyballer gecoacht. Bis der Anruf aus Gievenbeck kam, wo ein Nachfolger von David Brechler gesucht wurde.

Ich habe mir ein Training angesehen, dann eines geleitet und dann zugesagt.

Axel Büring zu seiner Entscheidung

Nils Lydorf, Teamverantwortlicher und Libero beim West-Sechsten der letzten Serie, war so wagemutig, die Idee mit der Büring-Verpflichtung in die Runde zu werfen. „Wir haben uns gründlich und mehrmals über Ziele und Ideen ausgetauscht. Und dann sagte er zu.“ Danach erst – mit dem klangvollen Namen als Zugpferd ließ sich deutlich besser argumentieren – wurde bei möglichen Sponsoren angeklopft. „Wir hatten ja dann etwas zu bieten. Ein Projekt und die Galionsfigur dazu.“ Mit dem Engagement zweier weiterer Unternehmen (Gerüstbau Westerloh, Finanzberater Swiss Life Select) steht der neue Etat.

Der TSC will Bürings große Kompetenz nicht alleine bei der Ersten sehen, sondern in die Abteilung tragen. Lydorf und Abteilungsleiter Stephan Schwarzbach wünschen sich „die Überarbeitung unseres Konzepts“ und die Verzahnung der Mannschaften. Im TSC soll der Männer-Volleyball längerfristig auf festen Füßen stehen.

Die Truppe wird zweifellos ganz neu motiviert durch den Routinier am Spielfeldrand. Büring findet: „ Volleyball auf einem guten Niveau ist unabhängig von der Liga möglich.“ Er möchte im Club eine „Kultur des Leistungssports“ ausprägen. In dem zur Verfügung stehenden Rahmen. „Es ist doch klar, dass wir hier nicht jeden Tag trainieren können. Es kommt darauf an, innerhalb der Möglichkeiten etwas zu erreichen.“ Drei Abende pro Woche sollten sich die Spieler aber frei halten für die aktiven Einheiten. „Ich möchte jeden individuell weiterbringen und alle zusammen als Team auch“, geht Büring zweifellos professionell wie gehabt ran.

Zum neuen Kader gehören mit den Angreifern Erik Kerp und Paul Drecker sowie Zuspieler Jonas Larisch drei bisherige USC-Spieler. Vom VC Marl kommt Angreifer Marvin Weichert. Lydorf sieht die Gruppe schon jetzt „so gut aufgestellt wie keine zuvor“ und macht allenfalls noch Bedarf auf der Mittelblockerposition aus. Büring wird sich jetzt erst einmal ein Bild machen von dem, was möglich ist. Die Frage nach dem Saisonziel kann man sich logischerweise derzeit noch sparen.

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