Triathlon: Ironman 70.3
Das Sahnehäubchen fehlt Triathlet Patrick Dirksmeier noch

Münster -

In Köln hat sich Triathlet Patrick Dirksmeier einer Prüfung unterzogen, die er mit Bravour bestanden hat. Beim Ironman 70.3 auf Rügen startet der Jurist mithin zuversichtlich.

Dienstag, 06.09.2016, 17:09 Uhr

Starke Vorstellung: Patrick Dirksmeier siegte in Köln über die Mitteldistanz.
Starke Vorstellung: Patrick Dirksmeier siegte in Köln über die Mitteldistanz. Foto: Franziska Schmidt

Eine Frau geheiratet, ein Haus gebaut – was fehlt Patrick Dirksmeier noch als Sahnehäubchen im Jahr 2016? „Auf Rügen am kommenden Wochenende will ich beim Ironman 70.3 topfit am Start stehen und endlich einen Platz auf dem Podium.“ Ironman 70.3 ist eine Angabe in Meilen, gemeint sind 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Also gesamt 113 Kilometer oder auch 70,3 Meilen.

Und Dirksmeier, der auch für Weicon Tri Finish Münster startet sowie zwei mal den Sparda-Münster-City-Triathlon gewann, fährt mit einer tollen Empfehlung an die Ostsee. Denn am Wochenende gewann er beim Cologne Triathlon die über die gleiche Distanz gehende Mitteldistanz. Dirksmeier siegte dabei vor Lukasz Wojt. Der 34 Jahre alte gebürtige Pole startete international für sein Heimatland und wurde Dritter bei der Kurzbahn-EM über 400 Meter Lagen und zudem mehrfacher Deutscher Meister auf Lagendistanzen. Vor einigen Jahre wechselte er das Fach vom Schwimmen und sattelte auf Triathlon als Profi um. In Köln am Fühlinger See dominierte er auch das Schwimmen. Dirksmeier: „Er nahm mir gleich zwei Minuten ab.“ Und der zweifache Sportler des Jahres aus Münster ist ein exzellenter Schwimmer.

Der Rückstand wuchs auf dem Rad am Ende noch auf dreieinhalb Minuten an, weil Dirksmeier im Finale stürzte, sich aber nicht verletzte. Auf den abschließenden 21,1 Lauf-Kilometern legte sich der 31-Jährige aber seinen Gegner zurecht, alle drei Kilometer erhielt er Zwischenzeiten, und drei Kilometer vor dem Ziel lagen die beiden Ausdauersportler Kopf an Kopf. „Lass Dir Zeit, der nächste Läufer ist drei Minuten hinter uns“, sagte Dirksmeier tröstend, und holte noch 30 Sekunden Vorsprung auf Wojt heraus. Nach 3:54-Stunden war der Sieg und der Gewinn der 1000-Euro-Prämie perfekt.

Jetzt also Rügen, da geht es gegen ein Kaliber wie Langstrecken-Spezialist Timo Bracht. Dirksmeier will mehr als nur mithalten. Am 2. Oktober steht dann sein Langstrecken-Debüt beim Ironman in Barcelona auf dem Programm. „Ein Test für mich“, sagt er, alle Konzentration gehört sowieso nur Rügen. Platz drei oder besser, darunter will es Dirksmeier nicht machen.► Daniel Mehring (Tri Finish Münster) verkaufte sich teuer im gleichen Rennen, der Bundesliga-Starter wurde starker Sechster.

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