Fußball-Westfalenliga
TuS Hiltrup arbeitet sich zum Sieg

Münster -

Glück war dabei und Torhüter Romain Böcker und natürlich der Doppeltorschütze Diogo Castro: Der 2:0-Erfolg des TuS Hiltrup gegen Yeg Hassel hatte viele Väter.

Sonntag, 23.10.2016, 19:10 Uhr

Kampf war Trumpf: Der Hiltruper Jens Könemann (r.) und Hassels Samet Ural liefern sich ein Kopfballduell.
Kampf war Trumpf: Der Hiltruper Jens Könemann (r.) und Hassels Samet Ural liefern sich ein Kopfballduell. Foto: fotoideen.com

Der 2:0-Heimerfolg des TuS Hiltrup gegen den bis dato Tabellenvierten YEG Hassel war eher der Kategorie „Arbeitssieg mit etwas Dusel“ zuzuordnen. Dementsprechend gemischt fiel das Fazit von Trainer Carsten Winkler aus: „Mit der Laufarbeit war ich zufrieden, jedoch hat teilweise das Fußballerische gefehlt. Es wurden zu viele lange Bälle geschlagen, da es oft nicht ausreichend Anspielstationen gab. Wir hatten heute sicherlich Glück. Und Romain Böcker .“

Der Hiltruper Schlussmann war tatsächlich eindeutiger Sieggarant, erwischte einen absoluten Sahnetag und trieb Gäste-Stürmer Mesut Özkaya in einem Privatduell serienweise zur Weißglut.

Mit zwei Änderungen in der Anfangself, Jan Kniesel und Diogo Castro begannen für Aaron Schölling und Leon Niehues, war Winklers Mannschaft im 4-2-3-1-System von Beginn an bemüht, eine Diskussion bezüglich der Einstellung, welche nach dem zuletzt eher mäßigen Auftritt in Rödinghausen entstanden war, gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Hiltrup warf den spielstarken und technisch beschlagenen Gästen aus Gelsenkirchen jede Menge Kampf und Leidenschaft entgegen. Der Einsatzwille zahlte sich bereits nach zehn Minuten aus: Jens Könemann ließ überlegt für Kai Kleine-Wilke prallen, dessen Flanke bugsierte Kapitän Diogo Castro per Kopf ins lange Eck – die frühe Führung für den TuS.

Im weiteren Verlauf der ersten Spielhälfte verschob sich das Geschehen mehr und mehr in die Abwehrreihen der Münsteraner: Hassel erspielte sich ein klares Übergewicht, doch dank des bärenstark aufgelegten Romain Böcker konnte das Team vom Osttor den Vorsprung in die Kabine retten. Die einzige Kontergelegenheit setzte Michel Fromme nach sehenswerter Vorarbeit von Kniesel, definitiv ein belebendes Element in der Zentrale, denkbar knapp neben den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: YEG rannte an, Hiltrup hielt mit Leidenschaft und Böcker dagegen. Als der Siedepunkt erreicht war, der TuS unter dem permanenten Druck kaum für Entlastung sorgen konnte und der Ausgleich wie ein Damoklesschwert über dem Rasen schwebte, schlug aus dem Nichts Diogo Castro zu. Ein langer Ball von Michael Fromme rutschte irgendwie durch und die Hiltruper Institution konnte am zweiten Pfosten unbedrängt einschieben (82.). Im Anschluss an die Partie hielt Winkler eine regelrechte Lobeshymne auf seinen Doppeltorschützen: „Bei Diogo Castro weiß ich, dass er liefert. Er wird immer alles geben, was möglich ist, und ist ein enorm wichtiger Spieler für uns.“

Mit dem zweiten Gegentreffer war den Ruhrpottlern endgültig der Zahn gezogen. Der TuS hingegen stellte unter Beweis, dass er die unverzichtbaren Tugenden wie Kampf, Leidenschaft und Willen bestens beherrscht.

Hiltrup: Böcker – Kleine-Wilke, Beyer, Finkelmann (46. Ziegner), Blesz – Wiethölter, Kniesel (71. Niehues) – Kottenstede (83. Schölling), Castro, Fromme – Könemann.

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