Volleyball: Bundesliga
USC Münster: Doppelpack zum Bergfest von Trainer Andreas Vollmer

Münster -

Am Samstag und Sonntag sind die Volleyball-Damen des USC Münster gleich zweimal im Einsatz. Am Samstag zunächst gegen VCO Berlin, tags darauf gegen Aufsteiger Erfurt. Andreas Vollmer fordert sechs Punkte. Der Trainer hat die Hälfte seiner (ersten) Amtszeit absolviert.

Donnerstag, 19.01.2017, 20:01 Uhr

Immer unter Strom: Andreas Vollmer. Der 50-Jährige ist seit Sommer 2015 Trainer der USC-Damen. Sein Vertrag läuft bis Juni 2018, Verlängerung nicht ausgeschlossen.
Immer unter Strom: Andreas Vollmer. Der 50-Jährige ist seit Sommer 2015 Trainer der USC-Damen. Sein Vertrag läuft bis Juni 2018, Verlängerung nicht ausgeschlossen. Foto: Jürgen Peperhowe

Im späten Frühjahr 2015 gab es beim USC Münster eine große Zäsur. Trainer Axel Büring wurde nach über 20-jähriger Tätigkeit beim Volleyball-Bundesligisten verabschiedet, seine Nachfolge trat Andreas Vollmer an. Der Neue ist nun schon eine ganze Weile da. Sein Vertrag läuft bis Juni 2018, sollte er ihn nicht verlängern, wofür es kein Anzeichen gibt, feiert er in diesen Tagen Bergfest .

Vollmer gefällt es beim USC. In seiner ersten Saison wurden ihm viele Wünsche erfüllt, der Coach kam schnell an und führte die Mannschaft, die von Präsident Jörg Adler in den Angriffsmodus geschoben worden war, direkt ins Halbfinale. Ein schöner Erfolg – mit Schattenseite. Finanziell hielt der Club dem hohen Tempo nicht stand und deshalb mussten alle vor der zweiten Saison unter Vollmer kräftig zurückrudern. Mehrere teure Spitzenkräfte waren nicht zu halten, Münster verlor Qualität und machte auch in der Breite Abstriche. Das wird dem ehrgeizigen Trainer nicht gefallen haben. Doch er akzeptierte die Neuausrichtung und arrangierte sich mit ihr. Heute preist er die Reize der schwierigen Aufgabe: „Es ist spannend, etwas zu bewegen, entwickeln und ver­ändern zu können.“

Bislang sehr ordentliche Saison

Nach dem Umbruch im Kader war klar, dass Münster nicht wieder angreifen konnte. Präsident Adler vermied es, ein Ziel zu formulieren. Es gab Fragezeichen, viele Fragezeichen. Nun, kurz nach dem Rückrundenstart, ist festzuhalten, dass der USC bisher eine sehr ordentliche und seriöse Saison spielt. In der Hinrunde gewann das Team sieben von elf Spielen. Das war nahe am Maximum. Jetzt möchte Andreas Vollmer die Rückrunde mindestens ebenso erfolgreich bestreiten. Erklärtes Ziel ist der direkte Einzug in die Play-offs (Platz eins bis sechs).

Pflichtaufgaben gegen VCO und Erfurt

Der Spielplan beschert den Unabhängigen am Wochenende einen Zweiteiler. Samstag (14.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) trifft die Mannschaft zunächst auf Schlusslicht VC Olympia Berlin. 24 Stunden später kommt es an gleicher Stätte zum Schlagabtausch mit dem Vorletzten SWE Erfurt. Es sind Pflichtaufgaben für den aktuell Siebten des Klassements. Vollmer unterstreicht dies: „Wir haben in den Hinspielen sechs Punkte eingefahren. Das muss natürlich auch vor eigenem Publikum das Ziel sein.“ Münster sollte diese Hürden überspringen, die Mannschaft ist nach intensiven Trainingseinheiten offenbar gut in Form, das zeigte sie auch vor einer knappe Wochen in Schwerin. Dem Spitzenreiter unterlag sie zwar 0:3, doch in allen Sätzen musste der Favorit erheblichen Widerstand brechen. „Es war gar nicht so viel, dass uns zur Über­raschung gefehlt hat. Wenn ein Satz gefallen wäre, wer weiß. . .“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4571403?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F4847441%2F4847444%2F
DFB-Sportgericht lehnt Halles Protest erneut ab – Preußen behalten Punkt
Malte Metzelder
Nachrichten-Ticker