Volleyball: Damen-Bundesliga
USC möchte in Vilsbiburg Hinspielpleite revidieren

Münster -

Im Rennen um die attraktivsten Playoff-Plätze ist die Partie des USC Münster bei den Roten Raben Vilsbiburg zweifellos eine mit wegweisendem Charakter. Das mit 0:3 verlorene Hinspiel am Berg Fidel soll dabei keine Rolle mehr spielen, schließlich waren damals viele Spielerinnen angeschlagen.

Montag, 30.01.2017, 16:01 Uhr

Vor einem „Big Match“ steht Jennifer Keddy mit dem USC. Der Volleyball-Bundesligist gastiert am Dienstag bei den Roten Raben Vilsbiburg, die nur zwei Zähler hinter Münster liegen.
Vor einem „Big Match“ steht Jennifer Keddy mit dem USC. Der Volleyball-Bundesligist gastiert am Dienstag bei den Roten Raben Vilsbiburg, die nur zwei Zähler hinter Münster liegen. Foto: Jürgen Peperhowe

Knapp 700 Kilometer für 69 Minuten Volleyball . Das Gastspiel der Roten Raben Vilsbiburg im November war ein kurzes, mit 3:0 gewannen die Niederbayern relativ problemlos am Berg Fidel gegen saft- wie kraftlose Unabhängige, die von einer Viruswelle beeinträchtigt waren. Widerstand war zwecklos, zu schwach waren Körper und Geist. Nun, beim Wiedersehen am Dienstag (19 Uhr) in Vilsbiburg, sind die Karten neu gemischt. Der USC reiste am Montag mit kompletter und vor allem gesunder Besetzung in den Landkreis Landshut . „Daher sind es auch ganz andere Grundvoraussetzungen“, erklärt Münsters Coach An­dreas Vollmer.

Ein nicht ganz unwichtiger Fakt vor dem Duell mit den Roten Raben, die trotz der beiden jüngsten Niederlagen beim SC Potsdam (2:3) und gegen Allianz MTV Stuttgart (1:3) zu den unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation gehören. Vollmer zählt daher die Partie zu den „Big Matches“, für die er seine Mannschaft gerüstet sieht. „Jedem ist die Wichtigkeit dieser Spiele bewusst. Ich erwarte, dass jeder nun auch etwas mehr aus sich herausholt“, erklärt der 50-Jährige.

Eine Top-Leistung wird sicher nötig sein, will der USC seinen zwei Zähler großen Vorsprung nicht einbüßen. Vilsbiburg gilt als offensivstarke Mannschaft, die routinierte Kubanerin Liana Mesa Luaces, Srna Markovic – der Einsatz des angeschlagenen Duos ist allerdings noch fraglich – oder der Mittelblock mit Marlies Wagendorp und Barbara Wezorke stehen für hohe Qualität und Durchschlagskraft. „Im Scoring hat Vilsbiburg keine richtige Schwachstelle“, sagt nach seinen eingehenden Analysen Vollmer, der dennoch eine mögliche Bruchstelle im Spiel des Tabellensechsten ausgemacht hat: die Annahme. „Da sind die Raben verwundbar, das haben wir auch im Hinspiel gesehen. Dort müssen wir ansetzen und sie beharken“, fordert der Coach. Dass Vilsbiburg zu schlagen ist, haben seine Schützlinge in der Vorbereitung bewiesen. Beim Turnier in Dippoldiswalde setzte sich der USC mit 3:2 durch – ein Ergebnis, das Münster auch diesmal akzeptieren würde. „Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen, und das ist auch realistisch. Das Hinspiel ist vergessen, da waren wir nicht im Vollbesitz unserer Kräfte. Jetzt werden wir selbstbewusster und fit auftreten“, sagt Vollmer.

Vertrauen in die eigene Stärke können die Unabhängigen zudem aus der Bilanz der laufenden Saison ziehen. Von sechs Auswärtsspielen gewann Münster fünf, nur der SSC Palmberg Schwerin war eine Nummer zu groß. Dazu liegt die letzte Niederlage in Vilsbiburg knapp drei Jahre zurück, zuletzt gab es zwei westfälische Siege (3:1 und 3:0). „Ich spiele immer gerne dort“, sagt Vollmer. Ein Erfolg würde dieses Gefühl ganz sicher weiter stärken, schließlich kann der USC mit einem Sieg einen Verfolger vorerst abhängen. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls anders als im Hinspiel gegeben.

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